Moskau weist neue Vorwürfe zum MH17-Abschuss ab

  15 November 2019    Gelesen: 530
Moskau weist neue Vorwürfe zum MH17-Abschuss ab

Moskau hat neue Vorwürfe internationaler Ermittler zum Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 erneut abgewiesen. „Das Urteil war gleich gefällt worden. Alles andere bedeutet eine Anpassung des Materials an das Urteil“, erklärte die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau.

Das nun präsentierte Material solle lediglich „die Taktik der Anklage“ belegen. Die vom internationalen Untersuchungsteam JIT veröffentlichten Daten müssten zuerst von Experten überprüft werden, sagte sie.

„Wir leben in einer Welt, die gegen Fake-News kämpft. Zu diesem Thema (MH17) wurden bereits mehrmals erlogene Meldungen in die Welt gesetzt, die nach ein-zwei Monaten gebührend eingeschätzt wurden… Sollen wir jetzt das politisch einschätzen, was zuerst Experten prüfen sollten?“, fragte Sacharowa.

Tragödie von MH17

Eine malaysische Boeing-Maschine war am 17. Juli 2014 im Raum von Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen an Bord kamen ums Leben. Das JIT behauptet, dass der Jet von einer Buk-Rakete der in Kursk dislozierten 53. Luftabwehrbrigade der russischen Streitkräfte abgeschossen wurde, was bislang nie bewiesen werden konnte.

Russlands Vize-Generalstaatsanwalt Nikolai Winnitschenko zufolge hatte Russland der niederländischen Seite Daten russischer Radare übermittelt, die die Zugehörigkeit der Rakete zur Ukraine eindeutig belegen. Aber das Material wurde von den Ermittlern ignoriert.

Neue Vorwürfe gegen Russland

Am Donnerstag hatten Ermittler in den Niederlanden neue schwere Vorwürfe gegen Russland erhoben. Die Verbindungen zwischen der Führung der „Separatisten“ in der selbst ernannten Republik Donezk und Russland seien enger als bisher bekannt, teilte Andy Kraag vom Untersuchungsteam JIT in einer Videobotschaft mit.

Zudem machte das JIT Telefonmitschnitte publik, auf denen unter anderem Wladislaw Surkow, Berater von Präsident Wladimir Putin, zu hören sein soll. Diese Mittschnitte sowie Zeugenaussagen und sonstiges Material würden belegen, dass „der russische Einfluss weit über Militärhilfe hinaus ging“, hieß es.

sputniknews


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