Salihamidzic baut den neuen FC Bayern

  03 Juni 2020    Gelesen: 383
Salihamidzic baut den neuen FC Bayern

Nach der Beförderung von Hasan Salihamidzic zum Sportvorstand des FC Bayern soll es vorerst keinen Sportdirektor beim Rekordmeister geben. Das Aufgabengebiet des 43-Jährigen soll sich nämlich nicht grundlegend ändern. Gemeinsam mit Oliver Kahn verfolgt Salihamidzic äußerst ambitionierte Ziele.

Der FC Bayern München wird nach dem Aufstieg von Hasan Salihamidzic zum Sportvorstand des Fußball-Bundesligisten die Stelle des Sportdirektors erstmal nicht nachbesetzen. "Das ist momentan nicht geplant. Ich werde meine Aufgaben weiter so erledigen wie bisher. Was in zwei, drei Jahren sein wird, müssen wir sehen. Aber aktuell bleibt alles, wie es ist", sagte Salihamidzic im Interview mit dem Vereinsmagazin "51".

Der 43-Jährige ist seit 1. August 2017 als Manager beim FC Bayern tätig und wird ab 1. Juli Sportvorstand. Dieser Posten war bei den Münchnern seit dem Abschied von Matthias Sammer im Sommer 2016 nicht mehr besetzt. "Für mich ist es eine Ehre. An meinem Aufgabenbereich ändert sich mit der neuen Position aus operativer Sicht aber nichts", sagte Salihamidzic. Er sei weiter für "Profis, Nachwuchs, Kaderplanung, sämtliche Funktionsteams, Scouting, Transfermarkt und Entwicklung der Datenanalyse" zuständig.

"Wir wollen Geschichte schreiben"

Die Führungsetage der Münchner befindet sich derzeit in einem großen Umbruch. Karl-Heinz Rummenigge ist zwar noch Vorstandschef, Oliver Kahn als sein designierter Nachfolger aber bereits im Klub beschäftigt. "Wir werden für die nächsten Jahre ein Team bilden, das unheimlich gut zusammen funktionieren muss, um das fortzuführen, was Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Franz Beckenbauer und Karl Hopfner in über vier Jahrzehnten aufgebaut haben", sagte Salihamidzic und formuliert ambitionierte Ziele. "Oliver und ich sind Wettkämpfer, das bekommt man nicht aus uns heraus. Wir wollen Geschichte schreiben."

Eine besondere Herausforderung sieht Salihamidzic in Zeiten von Corona bei der Verpflichtung neuer Stars. "Wir müssen noch kreativer denken und unsere Entscheidungen unter noch größerem Verantwortungsdruck treffen. Timing, Gelegenheit werden eine noch größere Rolle spielen." Der Rekordmeister werde trotzdem seinen Auftrag "nicht aus den Augen verlieren, auch für die kommende Saison eine Mannschaft zusammenzustellen, die den Ansprüchen des FC Bayern gerecht wird". Insgesamt rechne er "mit einer deutlichen Abkühlung" des stark erhitzten Gehalts- und Transfermarkts.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid


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