Chinas Botschafter wirft Berlin „Doppelmoral“ vor

  22 September 2020    Gelesen: 390
Chinas Botschafter wirft Berlin „Doppelmoral“ vor

Chinesischer Botschafter in Berlin warnt vor „erhobenem Zeigefinger“ und spricht von „Doppelmoral“ in der deutschen Politik. Die Vereinten Nationen haben ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert - doch das überraschend ohne US-Präsident Donald Trump. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat sich für eine Studie zu Rassismus bei der Polizei ausgesprochen.

Der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Ken, hat die Kritik der Europäischen Union und Deutschlands an der Menschenrechtspolitik Chinas mit deutlichen Worten zurückgewiesen. In einem Interview der „Deutschen Presse-Agentur“ (DPA) betonte er, dass sich jedes Land um seine eigenen Probleme kümmern solle:

„Wir sind der Meinung, dass man vor allem seine eigenen Hausaufgaben machen sollte, statt die anderen mit erhobenem Zeigefinger zu belehren.“

Das von der EU und Deutschland kritisierte Sicherheitsgesetz für Hongkong verteidigte Wu. Er warf der deutschen Politik „Doppelmoral“ bei der Bewertung der Proteste Oppositioneller in Hongkong vor. Als vor wenigen Wochen Demonstranten versucht hätten, zum Reichstagsgebäude in Berlin vorzudringen, sei das bei allen politischen Parteien und den Medien in Deutschland auf Kritik gestoßen, sagte Wu. „Aber als im vergangenen Jahr eine Gruppe in Hongkong das Regionalparlament stürmte, haben viele in Deutschland nur den Polizei-Einsatz verurteilt. Das ist Doppelmoral pur.“

sputniknews


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