Milliardenschäden durch eingewanderte Arten in Wasser-Ökosysteme

  07 April 2021    Gelesen: 307
Milliardenschäden durch eingewanderte Arten in Wasser-Ökosysteme

Eingewanderte Pflanzen- und Tierarten in Wasser-Ökosystemen haben im Jahr 2020 Berechnungen zufolge teure Schäden verursacht.

Wie ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Kieler Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung berechnete, waren es weltweit im vergangenen Jahr rund 23 Milliarden US-Dollar. Bislang hatte sich die Forschung vor allem auf die ökologischen Folgen dieser Invasionen konzentriert.

Nun wurden in einer globalen Datenanalyse die ökonomischen Kosten zusammengestellt, die speziell durch Invasoren im Wasser verursacht wurden. Seit den 1970er Jahren hätten eingewanderte Arten im Wasser demnach mindestens 345 Milliarden US-Dollar gekostet. Wirtschaftliche Kosten entstehen zum Beispiel, wenn eingewanderte Arten kommerziell genutzte Fischbestände dezimieren, tödliche Krankheiten verbreiten oder Infrastrukturen beschädigen. Ein Beispiel sind den Angaben zufolge invasive Muscheln, die Einlassrohre von Fabriken, Kraftwerken oder Wasseraufbereitungsanlagen verstopfen.

Für die Studie nutzte das Team Fälle, die in der vorhandenen Literatur erfasst wurden, und vereinheitlichte sie in einer Datenbank. Die höchsten Kosten wurden in Nordamerika (48 Prozent) und Asien (13 Prozent) gemeldet. Besorgniserregend sei, dass mehr als zehnmal weniger für die Verhinderung künftiger Invasionen ausgegeben wurde als zur Behebung der Schäden, hieß es.


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