Putins "Wunderwaffe" in der Ukraine gesichtet

  18 Mai 2022    Gelesen: 290
  Putins "Wunderwaffe" in der Ukraine gesichtet

Erstmals seit Beginn des Krieges tauchen in der Ostukraine russische Unterstützungsfahrzeuge vom Typ BMPT auf. Das Gefährt trägt den Namen "Terminator" und ist insbesondere für Kämpfe in Städten konzipiert. Im Netz jubeln Kremlfans bereits über Russlands "Wunderwaffe".

Bei ihrer Offensive im Donbass setzen Russlands Streitkräfte nun auch ein neues Panzerfahrzeug ein. Am Sonntag filmten Anwohner der umkämpften Stadt Sjewjerodonezk eine Kolonne russischer BMPT "Terminator" - das modernste Kampffahrzeug, welches Putins Armee zu bieten hat. Experten bestätigten die Echtheit der Aufnahmen. Nach Angaben des US-Militärinstituts ISW zirkulierten entsprechende Fotos und Videos auch in kremlfreundlichen Telegram-Gruppen. Dort wurde das Fahrzeug als Russlands "Wunderwaffe" gefeiert.

Entwickelt wurde der "Terminator" von der Rüstungsfirma Uralwagonsawod speziell als Unterstützungsfahrzeug für Panzer bei Kämpfen in Innenstädten. Basierend auf den Erfahrungen des Tschetschenienkrieges soll er feindliche Panzerabwehr-Teams ausschalten und damit die Begleitung durch Infanteriesoldaten überflüssig machen. Bis zu fünf Ziele gleichzeitig soll das sieben Meter lange und fast dreieinhalb Meter breite Fahrzeug erfassen können, daher auch der vom Hersteller gewählte Spitzname "Terminator". Ausgestattet ist der 47 Tonnen schwere BMPT mit einer wuchtigen Zwillingsmaschinenkanone, vier Panzerabwehr-Raketen, zwei Granatwerfern und einem Standard-Maschinengewehr. Als Basis dient das Fahrgestell des T-72 Kampfpanzers.

Der 1000 PS starke Motor kann auf bis zu 65 Kilometer pro Stunde beschleunigen, bei einer Reichweite von 550 Kilometern. Negativ fällt allerdings seine große Besatzung auf. Fünf Soldaten sind für den Betrieb erforderlich. Zuletzt wurde der "Terminator" bei der Siegesparade am 9. Mai in Moskau vorgeführt. Berichten zufolge wurden einige Exemplare schon vor Wochen an die ukrainische Grenze verlegt. Bislang kamen sie aber nicht zum Einsatz.

Der kanadische Sicherheitsexperte Colby Badhwar zeigte sich erstaunt, dass der "Terminator" nicht schon vorher in der Ukraine zum Einsatz kam. "Wenn diese von Anfang an mit erfahrenen Truppen in Mariupol eingesetzt worden wären, hätte Russland möglicherweise eine Chance gehabt, die Stadt zu erobern", twitterte Badhwar. "Stattdessen missachteten sie alle angeblich in Grosny gelernten Lektionen und wiederholten dieselben Fehler."

Wie viele BMPT Russland überhaupt besitzt, ist unklar. Medien zufolge sollen es allerdings nur 20 bis 30 Exemplare sein. Demnach scheiterte die für 2017 geplante Serienproduktion, mutmaßlich wegen technischer Mängel.

Quelle: ntv.de, jpe


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