Ungefähre Anzahl der Überreste im Massengrab des aserbaidschanischen Asgaran bekannt gegeben

  08 Februar 2024    Gelesen: 540
  Ungefähre Anzahl der Überreste im Massengrab des aserbaidschanischen Asgaran bekannt gegeben

Wie bereits berichtet, hat der Staatssicherheitsdienst Aserbaidschans im August 2023 einen der Täter des Massakers von Chodschali, Raschid Beglaryan, festgenommen, berichtet AzVision.az.

Während des Verhörs gestand Beglaryan seine Beteiligung am Massaker von Chodschali im Februar 1992 und sagte, dass den überlebenden aserbaidschanischen Zivilisten falsche Versprechungen gemacht worden seien, dass sie sicher durch den Bezirk Asgaran gelangen und Aghdam erreichen könnten. Dann wurden bis zu 200 Zivilisten, hauptsächlich Frauen, Kinder und ältere Menschen, in der Nähe der Festung Asgaran überfallen.

„Nachdem wir aufgehört hatten zu schießen, näherten wir uns den Leichen und untersuchten sie. Wenn jemand noch lebte, erschossen wir ihn. Dann begannen wir, Wertgegenstände aus ihnen zu entfernen. Dieses Gebiet war voller Leichen von Chodschali-Bewohnern. Die Leichen lagen hier etwa eine Woche, danach wurden sie begraben“, fügte er hinzu.

Während der Ermittlungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes vor Ort zeigte der Angeklagte des Strafverfahrens, Beglaryan, in seiner Aussage die Orte der Massengräber von Asgaranern in der Nähe der Festung Asgaran, die während des Massakers von Chodschali getötet wurden.

Auf der Grundlage der Zeugenaussagen führte die Arbeitsgruppe der Staatskommission Aserbaidschans für Kriegsgefangene, Geiseln und Vermisste Such- und Ausgrabungsarbeiten in der Nähe der genannten Festung durch.

Ein Mitarbeiter der Arbeitsgruppe der Staatskommission Aserbaidschans für Kriegsgefangene, Geiseln und vermisste Personen, Zaur Ismayilov, sagte, dass die Überreste in einem in Asgaran gefundenen Massengrab vermutlich Bewohnern von Chodschali gehören.

Auf dem angegebenen Gebiet wurde eine Bestattung mit den Überresten von mindestens acht Personen gefunden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass bei den Sucharbeiten, die auch in Zukunft fortgesetzt werden, weitere Überreste gefunden werden.

Es wurde ein Besuch von Medienvertretern vor Ort organisiert. Während des Besuchs wurde das Gebiet neben Vertretern lokaler Medien auch von 35 Vertretern ausländischer Medien (Serbien, Türkei, Marokko, Peru, Uruguay, Usbekistan, Bosnien und Herzegowina, Russland) inspiziert.

Den Besuchern wurde mitgeteilt, dass die menschlichen Überreste weiterhin aus dem Gebiet exhumiert und zur Identifizierung in die entsprechenden Labore überführt werden.


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