Nordkoreanische Soldaten übertreten Grenze - Süden schießt

  11 Juni 2024    Gelesen: 644
  Nordkoreanische Soldaten übertreten Grenze - Süden schießt

In letzter Zeit mehren sich die Berichte über kleinere Auseinandersetzungen zwischen Nord- und Südkorea. Der Generalstab in Seoul gibt Grenzverletzungen von nordkoreanischen Soldaten bekannt - es handelt sich wohl um ein Versehen. Nach Warnschüssen ziehen sich Kims Kämpfer wieder zurück.

An der schwer befestigten Grenze zwischen Süd- und Nordkorea ist es erneut zu einem militärischen Zwischenfall gekommen. Bei dem Vorfall, der sich bereits am Sonntag ereignet hatte, gaben südkoreanische Grenzposten Warnschüsse ab. Der Grund: Mehrere nordkoreanische Soldaten hatten kurzfristig die militärische Demarkationslinie in der Pufferzone zwischen beiden Ländern überschritten, wie der Generalstab in Seoul mitteilte.

Die Soldaten aus Nordkorea hätten sich sofort wieder über die Grenzlinie zurückgezogen, ohne dass "ungewöhnliche Aktivitäten" erkennbar gewesen seien, hieß es. Südkoreas Militär vermutete, die nordkoreanischen Soldaten hätten die Linie bei zunächst nicht näher identifizierten Arbeiten innerhalb der demilitarisierten Zone nicht mit Absicht überschritten. Die oberste Kommandostelle betonte aber, die Bewegungen der Gegenseite würden genau beobachtet.

Wie die nationale Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf den Generalstab berichtete, hatten etwa 20 nordkoreanische Soldaten die Grenzlinie übertreten. Nähere Angaben zu den Umständen des Grenzübertritts machte Pjöngjang nicht.

An der See- und Landesgrenze kommt es immer wieder zu Zwischenfällen, beide Länder befinden sich völkerrechtlich seit dem Korea-Krieg noch immer im Kriegszustand. Zuletzt nahmen die Spannungen zwischen beiden Seiten wieder deutlich zu.

Nordkorea hatte in den vergangenen Wochen mehr als tausend Ballons mit Müll über die Grenze geschickt. In den Sendungen waren unter anderem Zigarettenstummel und Toilettenpapier enthalten. Damit reagierte Pjöngjang eigenen Angaben zufolge auf Ballons südkoreanischer Aktivisten, die gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un gerichtete Flugblätter und Geld für die Bevölkerung im verarmten Norden enthielten.

Quelle: ntv.de, jog/dpa/AFP


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