Vater verlor wohl Sorgerecht vor Attacke

  13 April 2018    Gelesen: 1195
Vater verlor wohl Sorgerecht vor Attacke

Die Tat hat bundesweit Entsetzen ausgelöst: Ein 33-Jähriger soll am helllichten Tag mitten in Hamburgs Innenstadt seine Ex-Frau und die gemeinsame Tochter erstochen haben. Nun werden die Hintergründe der Tat publik: Der Mann hatte zuvor das Sorgerecht verloren.

 

Der tödlichen Messerattacke auf ein einjähriges Mädchen und seine 34-jährige Mutter mitten in der Hamburger Innenstadt ist ein Rechtsstreit vorausgegangen. "Es gibt ein familiengerichtliches Verfahren", sagte Gerichtssprecher Kai Wantzen.

Der 33 Jahre alte Tatverdächtige soll nach übereinstimmenden Berichten der "Bild"-Zeitung und des "Hamburger Abendblatts" am Mittwoch vor dem Amtsgericht St. Georg das Sorgerecht für das Kind verloren haben. Diese Angaben konnte der Gerichtssprecher jedoch zunächst nicht bestätigen. Der Verdächtige solle im Laufe des Freitags dem Haftrichter vorgeführt werden, sagte Wantzen.

Laut "Bild" waren der mutmaßliche Täter und die 34-jährige Frau schon seit einiger Zeit getrennt. Die Mutter hatte noch vier weitere Kinder. "Meine Gedanken sind bei den Geschwistern, um die sich der Kinder- und Jugendnotdienst nun liebevoll kümmern wird", ließ Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard über Twitter mitteilen.

Vater setzte wohl Notruf ab

Der 33-Jährige - aus dem westafrikanischen Niger stammend - soll am Donnerstagvormittag seine kleine Tochter und seine Ex-Frau mit einem Messer tödlich verletzt haben; vor den Augen zahlreicher Fahrgäste am Hamburger Bahnhof Jungfernstieg. Er setzte selbst einen Notruf ab und wurde wenig später in der Einkaufsmeile Mönckebergstraße festgenommen, also nicht weit vom Tatort entfernt. Die Tatwaffe wurde in einem Mülleimer im Bahnhof gefunden.

Das einjährige Kind erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Die Mutter starb wenig später im Krankenhaus. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erklärte, er sei "erschrocken und traurig über die Tat am Jungfernstieg". "Wir haben tiefes Mitgefühl für alle, die von dieser schlimmen Tat betroffen sind."

Quelle: n-tv.de


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