US-Strafzölle auf Autos? Deutsche Autoindustrie warnt vor Gegenreaktionen

  11 Juni 2018    Gelesen: 709
US-Strafzölle auf Autos? Deutsche Autoindustrie warnt vor Gegenreaktionen

Vor dem Hintergrund der jüngsten Drohungen vonseiten des US-Präsidenten Donald Trump, Strafzölle auf Autos zu verhängen, fürchtet die deutsche Autoindustrie eine weitere Eskalation im Handelsstreit mit Washington. Dies meldet die Agentur AFP am Montag.

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes, sagte in einem Interview für die „Süddeutsche Zeitung“, höhere Abgaben der EU auf US-Produkte könnten neue Gegenreaktionen mit sich bringen. 

„Aktuell wird eine Politik der Abschottung und des Protektionismus verfolgt“, so der VDA-Präsident weiter. Die EU baue gerade eine Gegenposition zu den US-Zöllen auf.

Der Verband plädiere für die generelle Abschaffung von Schutzzöllen. „Ich bin weiterhin für freien und fairen Handel und sehe die Lösung in der Fortsetzung der Verhandlungen. Schafft die Zölle ab und setzt dafür auf beiden Seiten des Atlantiks gegenseitige Standards“, zitiert die „Süddeutsche Zeitung“ Mattes.

Der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, äußerte aber die Hoffnung auf eine Lösung des Handelskonflikts. „Ich bin ein großer Autofan und weiß um die Bedeutung dieser Industrie“, sagte der Botschafter dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ich setze mich dafür ein, den Handelskonflikt zu lösen. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen“.

Am Samstag hatte Trump nach seiner vorzeitigen Abreise vom G7-Gipfeltreffen in Kanada nochmals mit Strafzöllen auf den Import von Autos in die USA gedroht. „Ich habe die US-Vertreter angewiesen, die Erklärung nicht zu unterstützen, da wir Zölle auf Automobile in Betracht ziehen, die den US-Markt überfluten“, schrieb der US-Präsident via Twitter.

sputniknews


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