Trump verharmlost Nordkoreas Raketentests

  26 Mai 2019    Gelesen: 503
Trump verharmlost Nordkoreas Raketentests

Anfang Mai provoziert Nordkorea mit zwei Raketentests innerhalb einer Woche. Trotzdem hat US-Präsident Trump Vertrauen in Kim. Zudem glaubt er, ein "Signal" von Nordkoreas Machthaber bekommen zu haben.

US-Präsident Donald Trump hat trotz der jüngsten Waffentests Nordkoreas "Vertrauen" in Machthaber Kim Jong Un. Nordkorea habe "einige kleine Waffen" abgefeuert, was ihn aber nicht beunruhigt habe, schrieb Trump auf Twitter, offenbar mit Verweis auf die Raketentests Anfang Mai. "Ich habe Vertrauen, dass der Vorsitzende Kim sein Versprechen an mich halten wird."

Präsident Trump, der derzeit auf Staatsbesuch in Japan ist, suggerierte zudem, Kim habe ein "Signal" an ihn gesandt, als der nordkoreanische Machthaber den demokratischen Präsidentschaftsbewerber und Trump-Kritiker Joe Biden als "Schwachsinnigen" und "Idioten mit geringem IQ" bezeichnet hatte. Biden hatte zuvor Kritik an Kim geübt.

Nordkorea ist eines der wichtigsten Themen bei den Gesprächen zwischen Trump und Japans Regierungschef Shinzo Abe. Der US-Präsident und seine Frau waren am Samstag in Japan angekommen. Abe und Trump setzten ihr Treffen am Sonntag mit einer Runde Golf in Tokio fort, für später stand der Besuch eines Sumo-Turniers auf dem Programm. Am Montag wird Trump dann vom neuen japanischen Kaiser Naruhito empfangen.

Nordkorea hatte Anfang Mai mit zwei Raketentests innerhalb einer Woche scharfe Kritik in weiten Teilen der internationalen Gemeinschaft ausgelöst. Experten gehen davon aus, dass Pjöngjang mit den Abschüssen Druck auf die USA in den festgefahrenen Gesprächen zum Abbau des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals ausüben möchte.

Wenige Stunden vor Trumps Landung in Japan hatte der Nationale Sicherheitsberater John Bolton erklärt, es gebe "keinen Zweifel", dass die jüngsten Raketentests in Pjöngjang gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstießen. Washington sei aber weiterhin zu Gesprächen bereit.

Quelle: n-tv.de, uzh/AFP


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