Russische Städte bereiten sich auf Eisbären-Invasion vor

  27 Mai 2019    Gelesen: 212
Russische Städte bereiten sich auf Eisbären-Invasion vor

Die Erderwärmung hat für Städte in der russischen Arktis schon jetzt spürbare Auswirkungen: Sie haben ein Problem mit hungrigen Eisbären.

Weil das Polareis schmilzt, kommen die Tiere immer häufiger in die Orte, um nach Futter zu suchen. Wie die britische Zeitung "Telegraph" berichtet, waren es in der Siedlung Amderma dieses Jahr schon mindestens acht. Im ganzen letzten Jahr wurden nur fünf Eisbären gesichtet. Die Menschen dort haben jetzt eine Eisbären-Patrouille gegründet, weil die Tiere so gefährlich sind, zum Beispiel für Kinder auf dem Schulweg. Die Militär-Stadt Beluschja Guba hatte im Februar den Notstand ausgerufen, weil dort mehr als 50 Bären gleichzeitig unterwegs waren.

Eisbären jagen normalerweise auf dem Packeis. Inzwischen ist das Eis aber an vielen Stellen so dünn, dass es die Tiere nicht mehr trägt. Deshalb müssen sie sich Alternativen suchen, zum Beispiel Reste auf Müllkippen. In der russischen Arktis leben zwar nicht allzu viele Menschen. Viele Siedlungen wie Beluschja Guba wachsen aber stark, unter anderem wegen einer neuen Militärbasis.

 

Deutschlandfunk


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