Proteste im Westen

  21 Juni 2019    Gelesen: 554
Proteste im Westen

Klimaschützerinnen und Klimaschützer sind heute weit in den Westen Deutschlands gereist: In Aachen beginnt am Mittag eine Großdemonstration der „Fridays for Future“-Bewegung mit internationaler Beteiligung, und im Umfeld des rheinischen Braunkohletagebaus bereiten sich Aktivisten auf neue Blockaden vor.

Die Polizei ist im Tagebaurevier mit einem Großaufgebot präsent und hält unter anderem gepanzerte Räumfahrzeuge bereit. Auf Twitter warnte die Polizei Aachen, das Eindringen in den Tagebau bedeute akute Lebensgefahr. Der nahegelegene Bahnhof Viersen sei gesperrt worden, Züge hielten dort nicht. Dies sei erforderlich, um das Eindringen Unbefugter in den Tagebau zu verhindern. In Viersen befindet sich ein Protestcamp der Braunkohle-Gegner. 

Das Bündnis „Ende Gelände“ will heute mit neuen Blockaden beginnen. Der Aufbruch sei in zwei Wellen geplant. Die „Aktionen des zivilen Ungehorsams“ sollten das gesamte Wochenende andauern. Das Bündnis fordert einen sofortigen Kohleausstieg.

„Fridays for Future“ am Tagebau

Die Bewegung „Fridays for Future“ erwartet in Aachen bis zu 20.000 junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Ländern. Die Stadt liegt im Dreiländereck aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. 

Morgen sollen sich beide Protestbewegungen dann verbinden: Die Organisatoren von Fridays for Future rufen ihre Anhänger dazu auf, am Tagebau Garzweiler weiter zu protestieren. 

Die Polizei hatte aus diesem Anlass schon im Mai Warnbriefe an Schüler/innen- und Elternvertreter geschickt. Darin hieß es, man solle sich nicht „von gewaltbereiten Gruppierungen instrumentalisieren lassen“, wie der Westdeutsche Rundfunkberichtet. Eine Vertreterin von „Fridays for Future“ wies dieses Vorgehen der Polizei zurück und sprach von einem Versuch, die Klimaschutz-Bewegung „zu spalten und zu kriminalisieren“.

 

Deutschlandfunk


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