Neymar wird nicht angeklagt

  09 Auqust 2019    Gelesen: 550
Neymar wird nicht angeklagt

Die brasilianische Justiz ermittelt nicht mehr gegen Neymar. Ein brasilianische Model hatte den Fußballer beschuldigt, sie vergewaltigt zu haben. Dafür gebe es laut Staatsanwaltschaft keine ausreichenden Beweise.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen wegen Vergewaltigung gegen den brasilianischen Fußballprofi Neymar eingestellt. Die leitenden Ermittlerinnen stellten bei dem zuständigen Gericht im Bundesstaat São Paulo den Antrag, den Fall nicht weiter zu verfolgen - und das Gericht bestätigte mittlerweile, dass es keine Anklage geben wird. Damit folgten die Behörden der Empfehlung der Polizei, die die Ermittlungen gegen den Spieler von Paris Saint-Germain ebenfalls eingestellt hatte.

"Die polizeilichen Ermittlungen haben nicht genug Beweise dafür gebracht, dass es eine Vergewaltigung gab", sagte Staatsanwältin Flávia Merlini. Es sei aber jederzeit möglich, die Ermittlungen wieder aufzunehmen, sobald "neue Beweise vorliegen".

Ein brasilianisches Model hatte Neymar vorgeworfen, sie Mitte Mai in Paris in angetrunkenem Zustand und "mit Anwendung von Gewalt" zum Sex gezwungen zu haben. Der brasilianische Nationalspieler hatte zwar eingeräumt, die Frau getroffen zu haben, wies die Vergewaltigungsvorwürfe allerdings stets zurück. "Es gab eine Liebesbeziehung. Was nicht bewiesen werden konnte, ist, dass es beim Sex zur Gewalt kam", sagte Staatsanwältin Estefânia Paulin.

Das Model habe keine Beweise für ihre Vorwürfe vorgelegt. Sie habe sich bei der Vernehmung geweigert, ein Video auf ihrem Handy zu zeigen, auf dem die Tat angeblich zu sehen war, erklärte die Ermittlerin laut einem Bericht des Nachrichtenportals G1. Später habe sie behauptet, das Telefon sei gestohlen worden.

Neymar hat nach seiner bei der Nationalmannschaft erlittenen Verletzung noch kein Testspiel für PSG bestritten, befindet sich aber wieder im Training. Er möchte den Klub verlassen, mögliche neue Arbeitgeber sind Neymars Ex-Klub FC Barcelona und Real Madrid.

spiegel


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