„Wir haben das bekommen, was wir wollten“: Türkischer Außenminister zu Waffenruhe-Deal mit USA

  18 Oktober 2019    Gelesen: 231
  „Wir haben das bekommen, was wir wollten“:  Türkischer Außenminister zu Waffenruhe-Deal mit USA

Laut dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu sind bei den Gesprächen des türkischen Präsidenten Tayyip Erdogan mit dem US-Vizepräsidenten Mike Pence am Donnerstag die von Ankara gewünschten Ergebnisse bezüglich Syriens erzielt worden.

„Heute haben wir während der Verhandlungen das bekommen, was wir wollten. Die Vereinigten Staaten haben die Bedeutung der Schaffung einer Sicherheitszone akzeptiert. Wir haben uns voll und ganz geeinigt. Sie haben unsere Besorgnis akzeptiert. Wir haben uns darauf geeinigt, dass die Kräfte der syrischen Kurden ihre schweren Waffen abgeben und ihre Befestigungen zerstören werden“, zitieren türkische Medien Mevlüt Cavusoglu.

Pence-Erdogan-Verhandlungen

Der türkische Präsident Tayyip Erdogan hat am Donnertag in Ankara vierstündige Gespräche mit dem US-Vizepräsidenten Mike Pence geführt. Dabei einigten sich die Seiten darauf, den Einsatz der Türkei für 120 Stunden zu stoppen, damit die syrischen Kurdenmilizen abziehen können. Die Vereinbarung sehe den Rückzug der Kurden aus der 30 Kilometer breiten Sicherheitszone an der türkisch-syrischen Grenze mit Unterstützung der USA vor, sagte Pence und betonte zugleich, die US-amerikanischen Truppen würden jedoch nicht zurückkehren.

Militäroperation der Türkei in Nordsyrien

Die gegen die Kurdenmilizen gerichtete Militäroffensive der Türkei „Friedensquelle“ in Nordsyrien läuft seit dem 9. Oktober.

Das türkische Verteidigungsministerium verkündete am Samstag, dass Erdogans Truppen und die syrische bewaffnete Opposition die Stadt Ras al-Ain unter ihre Kontrolle gebracht hätten.

Die Regierung in Damaskus hatte die Okkupationspolitik der Türkei im Norden Syriens mehrmals verurteilt. Moskau warnte Ankara vor Schritten, die die Regelung des Konflikts in Syrien verhindern könnten.

pd/ip/sna


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