Düstere Prognose für Deutschland: Zahl der Erwerbstätigen schrumpft

  12 Dezember 2019    Gelesen: 401
Düstere Prognose für Deutschland: Zahl der Erwerbstätigen schrumpft

Die erwerbsfähige Bevölkerung in Deutschland wird einer Prognose zufolge in den nächsten rund 20 Jahren zahlenmäßig stark zurückgehen. Das dürfte sich negativ auf Wirtschaftswachstum und durchschnittliche Einkommen auswirken, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung Wien (Wifo).

Es drohten starke Wohlstandseinbußen. Diese Entwicklung lasse sich mit mehr Investitionen in Automatisierung und Kommunikationstechnologien kompensieren, so die Studie.Ein weiterer Faktor – die demografische Alterung – wird laut den Studienautoren das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts deutlich dämpfen - im Jahr 2040 um rund 274 Milliarden Euro. Pro Kopf würde das Einkommen bei demografischer Alterung um etwa 3700 Euro geringer ausfallen als bei einer nicht-alternden Gesellschaft, heißt es in der Analyse.

Die Bevölkerungsstruktur werde sich auch künftig weiter wandeln: Immer weniger Personen im Erwerbsalter stehen demnächst immer mehr Rentnern gegenüber. In zehn bis zwanzig Jahren werde der Anteil Älterer - zwischen 55 und 64 Jahren - unter allen Erwerbstätigen zunehmen. Da die Produktivität eines Menschen ihren Höhepunkt im Lebensalter von etwa 50 Jahren erreiche und danach langsam zurückgehe, drücke das die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität, schreiben die Studienautoren.

Um die alterungsbedingte Dämpfung der Pro-Kopf-Einkommen abzufedern, brauche es mehr arbeitssparenden technologischen Fortschritt. Unternehmen und öffentliche Hand sollten viel stärker in Informations- und Kommunikationstechnologien sowie in Software investieren, schlussfolgern die Verfasser.

ls/dpa/ip


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