Röttgen will CDU-Chef werden

  18 Februar 2020    Gelesen: 583
Röttgen will CDU-Chef werden

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Röttgen, will neuer CDU-Vorsitzender werden.

Wie sein Büro erklärte, wird sich der 54-Jährige am späten Vormittag zu seiner Kandidatur äußern. Der frühere Bundesumweltminister ist der erste prominente Christdemokrat, der sich offiziell für das Amt bewirbt. Im Gespräch sind außerdem der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet, Bundesgesundheitsminister Spahn und der ehemalige Unionsfraktionschef Merz. Sie alle stammen wie Röttgen aus Nordrhein-Westfalen.

Die scheidende Vorsitzende Kramp-Karrenbauer beginnt heute mit Einzelgesprächen über die Regelung ihrer Nachfolge. Zunächst ist ein Treffen mit Merz geplant, morgen werden Laschet und Spahn erwartet. Nach den Vorstellungen von Kramp-Karrenbauer soll der künftige Parteivorsitzende auch Kanzlerkandidat der Union werden.

Widmann-Mauz für Teamlösung

Die Vorsitzende der Frauen Union in der CDU, Widmann-Mauz, schloss sich Forderungen nach einer Teamlösung zur Führung der Partei an. Es müsse ein kluges und starkes Team geben, von dem sich Männer und Frauen angesprochen fühlten, sagte Widmann-Mauz im Deutschlandfunk. Wichtig sei, dass die CDU zur Geschlossenheit zurückkehre. Sie unterstrich, es sei noch zu früh, sich auf einen der möglichen Bewerber festzulegen. Es gebe in der CDU genügend Frauen, die für ein Team geeignet seien, betonte Widmann-Mauz.

Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Günther regte an, auch im nächsten Bundestagswahlkampf auf Kanzlerin Merkel als Zugpferd zu setzen. Mit ihr habe man alle Chancen, ein sehr gutes Ergebnis zu holen, sagte der CDU-Politiker gestern Abend im ARD-Fernsehen. Die CDU könne von den Sympathien profitieren, die sie bei den Menschen habe.

Die scheidende CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer beginnt heute mit Einzelgesprächen über die Regelung ihrer Nachfolge (Audio-Link). Dazu trifft sie sich zunächst mit dem früheren Unionsfraktionschef Merz, der als einer der möglichen Kandidaten gilt. Morgen folgen dann getrennte Beratungen mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Laschet und Bundesgesundheitsminister Spahn.

deutschlandfunk


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