Medien wollen Kims Aufenthaltsort entdeckt haben

  23 Mai 2020    Gelesen: 787
  Medien wollen Kims Aufenthaltsort entdeckt haben

Seit Kim Jong-un sich Anfang Mai nach wochenlanger Abwesenheit wieder in der Öffentlichkeit gezeigt hat, schaut die internationale Presse bei dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt genau hin. Während weiter Gerüchte über seine Erkrankung kursieren, spekulieren Medien über Kims Aufenthaltsort.

Die Agentur Kyodo meldete unter Berufung auf nicht näher benannte Quellen, dass der nordkoreanische Staatschef nicht mehr nach Pjöngjang zurückgekehrt sei, nachdem er am 1. Mai eine Düngerfabrik besucht hatte. Laut Informationen der Agentur befindet sich Kim im östlichen Badeort Wonsan an der Küste des Japanischen Meeres.

Ähnliches berichtete auch die südkoreanische Zeitung „Chosun“: „Kim Jong-un verließ am 11. April Pjöngjang und hält sich in Wonsan auf.“ Nach Angaben der Zeitung geht Kim nicht öffentlich seinen Amtsgeschäften nach, besucht Armee-Einheiten und behält den Bau von Raketen und anderer Waffen im Blick.
Am Freitag sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Seoul, dass Südkoreas „zuständige Dienste“ die Situation rund um Kim „verfolgen“ und dabei nicht nur Medienberichte im Auge behalten würden.

Nordkoreanische Staatsmedien hatten am 2. Mai über einen öffentlichen Auftritt Kim Jong-uns, den ersten seit 20 Tagen, berichtet. Bilder zeigten ihn wohlauf bei der Eröffnung einer Düngerfabrik. Seine lange Abwesenheit hatte in westlichen, südkoreanischen und japanischen Medien Spekulationen über eine schwere Erkrankung und eine Operation des nordkoreanischen Machthabers angeheizt.

Nach Angaben des südkoreanischen Geheimdienstes zeigte sich Kim Jong-un in diesem Jahr nur 17 Mal in der Öffentlichkeit und damit so selten wie noch nie seit seinem Amtsantritt 2011. Dennoch glaubt der Geheimdienst nicht, dass Nordkoreas Staatsoberhaupt mit schweren gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat oder operiert wurde: Kim Jong-un habe sich zurückgezogen, um sich offenbar auf innere Probleme des Landes zu konzentrieren.

Am 8. Mai gratulierte Kim dem chinesischen Präsidenten, Xi Jinping, zum Sieg über die Coronavirus-Epidemie. Am 9. Mai schickte der nordkoreanische Staatschef eine Gratulation an den russischen Staatschef Wladimir Putin anlässlich des 75. Jahrestags des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg gegen Nazi-Deutschland.

sputniknews


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