Ausschreitungen in USA nach dem Tod eines Schwarzen fordern ein Todesopfer

  28 Mai 2020    Gelesen: 534
Ausschreitungen in USA nach dem Tod eines Schwarzen fordern ein Todesopfer

Der Tod des dunkelhäutigen US-Amerikaners George Floyd nach einem Polizeieinsatz in Minneapolis (US-Bundesstaat Minnesota) hat den zweiten Tag in Folge friedliche und gewaltsame Proteste ausgelöst. Bei den Unruhen kam ein Mann ums Leben.

Hunderte Demonstranten zogen am Mittwochabend (Ortszeit) laut Medienberichten zunächst friedlich zu einem Polizeirevier der Stadt und forderten auf Plakaten Gerechtigkeit für George Floyd und eine Bestrafung der involvierten Beamten. Die Menge wuchs in der Nacht auf Tausende.

Anschließend gab es in Minneapolis zahlreiche Plünderungen, mehrere Brände sowie einen Tränengas-Einsatz. Polizisten wurden mit Steinen beworfen. Einige Protestler warfen Tränengaskanister zurück auf die Beamten.

Mann erschossen
Ein Leihhausinhaber eröffnete der Polizei zufolge das Feuer, als Protestteilnehmer Geschäfte zu zerstören und auszurauben begannen. Ein Mann soll dabei eine Schusswunde erlitten haben und später in einem Krankenhaus gestorben sein.

Der Gouverneur des Bundesstaates Minnesota, Tim Walz, warnte auf Twitter vor einer „extrem gefährlichen Lage“ und forderte die Menschen auf, die Gegend zur eigenen Sicherheit zu verlassen.

Auch in anderen US-Städten wie Los Angeles und Memphis kam es am Mittwoch zu Protesten gegen den Tod Floyds, so Medien.

Polizeigewalt gegen Floyd offenbar auf Handy gefilmt
George Floyd war nach einer Festnahme am Montag gestorben. In den sozialen Netzwerken verbreitete sich ein zehn Minuten langes Video, in dem angeblich der Einsatz zu sehen ist.

Die Aufnahmen zeigen einen weißen Polizisten, der sein Knie ins Genick eines auf dem Boden liegenden dunkelhäutigen Festgenommenen presst. Anfangs spricht er noch und sagt wiederholt: „Ich kann nicht atmen.“

Nach einigen Minuten verlor er anscheinend das Bewusstsein. Sanitäter luden den Mann etwa acht Minuten nach Beginn des Videos in einen Krankenwagen.

Jacob Frey erklärte am Dienstag auf Twitter, dass die vier in den Fall involvierten Polizisten mit sofortiger Wirkung entlassen worden seien.

Trump bittet um Beschleunigung der Ermittlungen
US-Präsident Donald Trump hatte am selben Tag angeordnet, dass das Justizministerium und die Bundespolizei FBI den Fall untersuchen.

„Der Gerechtigkeit wird Genüge getan!“, versicherte der US-Staatschef am Abend (Ortszeit) auf Twitter.

Darüber hinaus habe der US-Präsident die zuständigen Behörden darum gebeten, die Untersuchungen mit oberster Priorität beschleunigt durchzuführen. Den Freunden und der Familie von George Floyd sprach er sein Mitgefühl aus und versprach, dass die Gerechtigkeit siegen werden.

sputniknews


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