Pompeo will weiter Dialog mit Nordkorea

  10 Juli 2020    Gelesen: 221
  Pompeo will weiter Dialog mit Nordkorea

Nach einem gescheiterten Gipfel sind die Beziehungen zwischen den Atommächten USA und Nordkorea wieder erkaltet. In der US-Regierung gibt man sich aber weiterhin hoffnungsvoll, den Dialog wieder aufnehmen zu können. In Nordkorea dagegen fühlt man sich verschaukelt.

Im Atomstreit mit Nordkorea signalisieren die USA weiterhin Dialogbereitschaft. "Wir sind sehr hoffnungsvoll, dass wir dieses Gespräch fortsetzen können", sagte Außenminister Mike Pompeo. Wenn es angebracht sei und es einem Zweck diene, sei es auch denkbar, "hochrangige Führungspersonen zusammenzubringen". Über Einzelheiten wie "das Wer, das Wie und den Zeitpunkt" wolle er aber derzeit nicht sprechen.

US-Vizeaußenminister und Sonderbeauftragter für Nordkorea, Stephen Biegun, hatte am Donnerstag seinen dreitägigen Besuch in Südkorea beendet. Dort hatte er mit südkoreanischen Regierungsvertretern Gespräche über Nordkoreas Atomprogramm geführt. Biegun hatte Spekulationen widersprochen, wonach Nordkorea nicht zu einem Treffen mit ihm während seines Besuchs in der Region bereit sei. "Wir haben um kein Treffen mit den Nordkoreanern gebeten."

Die Verhandlungen über Nordkoreas Atomwaffenprogramm kommen seit dem gescheiterten Gipfel zwischen Präsident Donald Trump und Machthaber Kim Jong Un im Februar 2019 in Vietnam nicht mehr voran. Nordkoreas erste Vizeaußenministerin Choe Son Hui hatte zuletzt Washington vorgeworfen, den Dialog mit Pjöngjang nur als Werkzeug in der inneramerikanischen "politischen Krise" zu nutzen. Es gebe keine Notwendigkeit, sich zusammenzusetzen.

Pompeo selbst ist in Nordkorea kein gern gesehener Verhandlungspartner mehr: "Unsere Erwartungen an einen Dialog mit den USA schwinden allmählich und wir werden dazu gezwungen, alle unsere bisherigen Maßnahmen zu hinterfragen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur KCNA im vergangenen August Choe Son Hui. Pompeo hatte Pjöngjang zuvor "unberechenbares Verhalten" vorgeworfen. Eine solche Redeweise sei unangemessen, irritierend und beleidigend, erklärte Choe. Zuvor hatte Pjöngjang US-Außenminister Pompeo als "unverbesserliches Gift" bezeichnet und gelobt, weiterhin die "größte 'Bedrohung' für die USA zu bleiben".

Quelle: ntv.de, ter/dpa/AFP


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