Millionäre fordern höhere Steuern - für sich selbst

  13 Juli 2020    Gelesen: 961
  Millionäre fordern höhere Steuern - für sich selbst

Dauerhaft mehr Steuern für Millionäre - das fordern 83 Millionäre aus sieben Ländern, um die Gesellschaft nach der Corona-Pandemie wiederaufzubauen. Darunter sind auch fünf Deutsche.

Eine Gruppe von 83 Millionären aus sieben Ländern setzt sich für höhere Steuern für Superreiche ein, um den gesellschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie zu finanzieren.

"Millionen Menschen werden ihre Arbeit verlieren, einige davon dauerhaft", heißt es in einem von Oxfam und anderen Hilfsorganisationen verbreiteten offenen Brief. Die durch die Pandemie verursachten Probleme "lassen sich nicht durch Wohltätigkeit lösen, egal wie generös sie auch sein mag".

Der Brief hebt den Beitrag von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in systemrelevanten Berufen hervor, die die Gesellschaft am Laufen halten, warnt vor den Folgen der Covid-19-Pandemie und fordert langfristig wirksame Lösungen gegen soziale Ungleichheit. Erforderlich zur Finanzierung des Wiederaufbaus seien "dauerhaft höhere Steuern für die reichsten Menschen auf diesem Planeten, für Menschen wie uns". So sei es "möglich, unsere Gesundheitssysteme, Schulen und soziale Sicherheit adäquat zu finanzieren".

Der Brief erscheint im Vorfeld des Treffens der G20-Finanzminister und Zentralbankpräsidenten sowie des EU-Gipfels, die Ende dieser Woche stattfinden.

Prominente Unterzeichner des offenen Briefes sind die Start-up-Investorin und Philanthropin Dr. Mariana Bozesan, der Gründer der Warehouse Group, der Neuseeländer Sir Stephen Tindall, der britische Drehbuchautor und Regisseur Richard Curtis, die US-Filmemacherin Abigail Disney und der Mitgründer der US-Eismarke Ben & Jerry's, Jerry Greenfield. Insgesamt sind fünf Deutsche unter den vorwiegend US-amerikanischen "Millionaires for Humanity": neben Bozesan sind es Christina Hansen, Cédric Schmidtke, Antonis Schwarz und Ralph Suikat.

spiegel


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