Trump beharrt auf Todesstrafe - Boston-Bomber

  03 Auqust 2020    Gelesen: 304
Trump beharrt auf Todesstrafe - Boston-Bomber

Nachdem ein US-Gericht das Todesurteil für den Terroristen Dschochar Zarnajew aufgehoben hat, beharrt der amerikanische Präsident Donald Trump auf die Todesstrafe für den 27-Jährigen, der 2013 zusammen mit seinem Bruder zwei Bomben beim Boston-Marathon gezündet hatte. Drei Menschen waren damals getötet und mehr als 260 weitere verletzt worden.

Zarnajew war 2015 in den USA schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt worden. Am Freitag vergangener Woche hob ein Berufungsgericht die Strafe auf.

„Selten hat einer mehr die Todesstrafe verdient als der Boston-Bomber Dschochar Zarnajew“, schrieb Trump am Sonntag auf Twitter.

Auch das Gericht habe den Anschlag auf den Boston-Marathon als die schlimmste inländische Terrorattacke seit den Gräueltaten vom 11. September 2011 eingestuft. Nun habe das Berufungsgericht das Todesurteil aufgehoben.

Trump forderte die US-Bundesregierung dazu auf, in einem Revisionsverfahren erneut die Todesstrafe zu fordern. „Unser Land kann diese Berufungsentscheidung nicht gelten lassen. Es ist auch lächerlich, dass dieser Prozess so lange dauert!“

​Das Berufungsgericht begründete die Aufhebung des Todesurteils damit, dass die Geschworenen beim Prozess gegen Zarnajew nicht ausreichend auf Befangenheit überprüft worden seien. Außerdem sprach das Berufungsgericht Zarnajew vom Vorwurf des illegalen Waffenbesitzes frei. Es wies eine niedere Instanz an, einen neuen Prozess zu beginnen, in dem über Zarnajews neue Strafe verhandelt werden kann. Die Entscheidung des Berufungsgerichts kann angefochten werden und der Fall schließlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA landen.

sputniknews


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