Türkei und Griechenland kündigen Sondierungsgespräche an

  22 September 2020    Gelesen: 215
Türkei und Griechenland kündigen Sondierungsgespräche an

Es könnte ein Fortschritt im Konflikt um Erdgas im Mittelmeer sein: Die Türkei und Griechenland wollen Sondierungsgespräche aufnehmen - vermittelt durch Kanzlerin Merkel und EU-Ratschef Michel.

In den Gasstreit im Mittelmeer könnte weitere Bewegung kommen. Die Türkei und Griechenland haben angekündigt, ihre vor vier Jahren unterbrochenen Sondierungsgespräche neu zu starten. Die Einigung teilte zuerst das türkische Präsidialamt nach einer Videokonferenz zwischen EU-Ratspräsident Charles Michel, Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan mit. Wenig später bestätigte das griechische Außenministerium die Einigung. Die neue Runde der Gespräche soll demnach in Istanbul stattfinden.

Griechische Medien hatten allerdings am Montag berichtet, dass mit der Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Griechenland und der Türkei gerechnet werde. Ein Sprecher von EU-Ratspräsident Michel sagte lediglich, es sei über die Wiederaufnahme direkter griechisch-türkischer Sondierungsgespräche diskutiert worden. Es werde nun Vorbereitungen auf Beraterebene geben.

Bilaterale Sondierungsgespräche dieser Art gibt es zwischen den beiden Nachbarländern seit 1999, allerdings immer wieder mit Unterbrechungen. Der Dialog fand zuletzt 2016 statt. Die neue Runde werde die 61. sein, teilte Athen mit.

Bereits am vorvergangenen Wochenende hatte die Türkei ein Forschungsschiff aus dem Gebiet vor griechischen Inseln und westlich von Zypern zurückgezogen und die akute Situation damit entschärft. An der Erkundungsmission des Schiffes hatte sich zuvor ein lange schwelender Konflikt erneut entzündet.

spiegel


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