Krankschreibungen laut DAK und TK wegen psychischer Erkrankungen auf Höchststand

  22 Februar 2021    Gelesen: 379
Krankschreibungen laut DAK und TK wegen psychischer Erkrankungen auf Höchststand

Die Krankschreibungen wegen psychischer Probleme haben im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht.

Laut einer Analyse der Krankenkasse DAK Gesundheit kamen im Beruf auf hundert Versicherte rund 256 Fehltage. Das seien 56 Prozent mehr als noch 2010. Zudem registrierte die Kasse eine Durchschnittsdauer von 39 Tagen bei den Krankschreibungen – ebenfalls ein Höchstwert. Der Anstieg der Ausfalltage wegen psychischer Erkrankungen bei den Erwerbstätigen betraf demnach vor allem Frauen.

Depressionen seien die häufigste Ursache für Krankschreibungen gewesen. Bei Anpassungsstörungen gab es zudem mit acht Prozent den größten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Damit ist eine Reaktion auf ein belastendes Lebensereignis, etwa einen Trauerfall, gemeint. Dies kann sich in negativen Veränderungen des Gemütszustands oder auch in Störungen des Sozialverhaltens ausdrücken. In die Analyse flossen Daten von über 2,4 Millionen bei der Kasse versicherten Beschäftigten ein.

Auch die Techniker Krankenkasse hatte zuletzt eine deutliche Zunahme der Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen festgestellt. Insgesamt seien Arbeitnehmer in Deutschland im vergangenen Jahr allerdings seltener krankgeschrieben gewesen als in den Vorjahren. Die durchschnittliche Zahl der Fehltage etwa wegen Grippe und ähnlicher Erkrankungen sei aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln um rund zehn Prozent im Vergleich zu 2018 zurückgegangen – offenbar aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln.


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