"Klimagesetz gefährdet Planungssicherheit"

  07 Mai 2021    Gelesen: 1349
"Klimagesetz gefährdet Planungssicherheit"

Der neue Eifer der Berliner Regierungsparteien für den Klimaschutz sorgt für Kopfschütteln bei der Autoindustrie. Die Branche muss ohnehin die Transformation hin zur E-Mobilität bewältigen. Immer neue Klimaziele seien da Gift, argumentiert die Präsidentin des VDA.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), hat die geplante Überarbeitung des Klimaschutzgesetzes kritisiert. Der Wandel hin zur E-Mobilität werde laut einer Studie des Ifo-Instituts bis 2030 mindestens 215.00 Arbeitsplätze in der Branche kosten. Die Zahl könnte steigen, "zum Beispiel durch ein Klimaschutzgesetz, das kurzfristig Planungssicherheit gefährdet", sagte Müller im "ntv Frühstart".

Die Standortbedingungen seien ohnehin schlecht in Deutschland. "Wir haben die höchsten Unternehmenssteuern, die höchsten Energiekosten, fehlende Digitalisierung, fehlende staatliche Infrastruktur, und die Planungs- und Genehmigungsverfahren sind auch nicht die besten", so Müller.

Der technologische Wandel setze Autobauer und ihre Zulieferer unter Druck. "Für viele Unternehmen, die Regionen in Deutschland stabilisieren, wird sich der Geschäftszweck zentral verändern." Sie müssten ein neues Geschäftsmodell entwickeln. Das sorge für große Unsicherheiten. "Deshalb brauchen wir sichere Rahmenbedingungen und nicht jedes Jahr neue Ziele", sagte Müller.

Quelle: ntv.de, ako


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