Grönland steht kurz vor Wahl im Zentrum von Fake News

  28 Februar 2025    Gelesen: 71
  Grönland steht kurz vor Wahl im Zentrum von Fake News

Nicht mal 60.000 Menschen leben in Grönland, trotzdem steht das Land seit dem Amtsantritt von Donald Trump immer wieder im Fokus der Weltöffentlichkeit. Neben den USA sehen dänische Geheimdienste Russland als Gefahr. Die Wahl im März verschärft die Sorgen.

Vor der grönländischen Parlamentswahl in rund anderthalb Wochen warnen dänische Geheimdienste vor Beeinflussungsversuchen aus dem Ausland. Der verstärkte Wettbewerb der Großmächte in der Arktis, die verschärften Debatten um die internationale Sicherheit und um eine Unabhängigkeit Grönlands hätten eine Verbreitung von Falschinformationen vor allem in den sozialen Medien mit sich gebracht, warnten die In- und Auslandsnachrichtendienste PET und FE in einer gemeinsamen Bewertung der Gefahr durch Einflussnahme fremder Mächte auf die Wahl.

Die aktuelle Lage könne von fremden Staaten genutzt werden, um ihre eigenen Interessen voranzutreiben, schrieben die Dienste. Die amerikanische Aufmerksamkeit für Grönland und die Verbreitung falscher Informationen könnten von diesen fremden Mächten aktiv als Desinformation eingesetzt werden.

Namentlich wurde Russland in der Einschätzung genannt: Der Kreml habe zum einen ein starkes Interesse daran, Spaltung zwischen den Nato-Ländern zu säen und den Westen zu schwächen. Zum anderen sei ein größerer US-Einfluss in Grönland aber nicht im russischen Interesse.

Grönland wählt am 11. März ein neues Parlament. US-Präsident Donald Trump hat in den vergangenen Monaten immer wieder erklärt, die Kontrolle über die größte Insel der Erde erwerben zu wollen. Dabei schloss er auch militärischen oder wirtschaftlichen Zwang nicht aus. Die grönländische Regierung hat daraufhin immer wieder betont, auf eine mögliche Unabhängigkeit vom Königreich Dänemark hinzuarbeiten, nicht aber Teil der USA werden zu wollen.

Quelle: ntv.de, rog/dpa


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