Trump erklärt sich verhandlungsbereit bei XXL-Zollpaket

  04 April 2025    Gelesen: 113
  Trump erklärt sich verhandlungsbereit bei XXL-Zollpaket

Trumps Mega-Zölle sind eine Kampfansage an fast alle Staaten der Welt. Die Frage ist nun: Sind sie noch verhandelbar? Trump scheint hier eine Tür offen zu lassen - was allerdings im Widerspruch steht zu den Aussagen eines hochrangigen Regierungsbeamten.

US-Präsident Donald Trump zeigt sich nach der Verkündung seines gewaltigen Zollpakets offen für Verhandlungen. "Es kommt darauf an. Wenn jemand sagt, wir geben euch etwas, das so phänomenal ist. Solange sie uns etwas geben, das gut ist", sagte der Republikaner auf die Frage einer Journalistin, ob er offen für Deals mit den betroffenen Ländern sei. Die Zölle würden den USA die Macht zu Verhandlungen geben.

Als Beispiel nannte Trump die Kurzvideo-App Tiktok. Tiktok hätte nach einem US-Gesetz eigentlich bis zum 19. Januar von dem in China ansässigen Eigentümer Bytedance verkauft werden müssen - oder in den USA vom Netz gehen. Doch Trump räumte eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, die am 5. April abläuft. "Wir haben eine Situation mit Tiktok, in der China wahrscheinlich sagen wird: Wir werden einem Deal zustimmen, aber werden Sie etwas in Bezug auf die Zölle tun?", sagte Trump an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

"Wir haben uns selbst auf den Fahrersitz gesetzt", so der Republikaner. Vor den Zöllen hätten die meisten Länder nein gesagt, falls die Amerikaner sie um einen Gefallen gebeten hätten. "Jetzt werden sie alles für uns tun." Ein hochrangiger Regierungsbeamter hatte zuvor deutlich gemacht, dass die neuen weitreichenden Zölle auf Importe aus anderen Ländern nicht verhandelbar seien.

Trump betonte erneut, dass er davon ausgehe, dass viele Unternehmen ihre Produktion in die USA verlagern würden. "Denken Sie daran, dass es keine Zölle gibt, wenn Sie Ihr Werk in den USA bauen", sagte er. Es werde eine "Übergangszeit" geben.

Trump hatte bereits kurz nach Amtsantritt einen Handelskrieg gegen Kanada und Mexiko gestartet. Nach Widerstand in den beiden Nachbarländern zog er aber einige Zölle mehrmals wieder zurück. Obwohl Kanada bei den jüngsten Ankündigungen der US-Regierung nicht genannt wurde, gelten allerdings weiterhin bereits verhängte Zölle gegen das Land. Besonders die kanadische Autoindustrie ist davon betroffen.

Quelle: ntv.de, ghö/dpa


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