Tags zuvor hatte Hendricks` Ministerium elf "neue Bauernregeln" veröffentlicht, die in 70 deutschen Städten plakatiert werden sollen. Ziel der Kampagne ist, auf Fehlentwicklungen in der Agrarwirtschaft aufmerksam zu machen. So heißt es etwa auf den Plakaten: "Zu viel Dünger, das ist Fakt, ist fürs Grundwasser beknackt." Und: "Steht das Schwein auf einem Bein, ist der Schweinestall zu klein."
Von deutschen Bauernvertretern gab es zum Teil heftige Kritik. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern findet, die Kampagne stelle einen ganzen Berufsstand "in die Schmuddelecke". Henrik Wendorff, Präsident des Landesbauernverbands Brandenburg sprach von "diffamierendem Unsinn" und "billigen Beleidigungen". Eine von Bauern im Internet gestartete Petition wirft dem Umweltministerium "staatliches Mobbing des landwirtschaftlichen Berufsstands" vor.
Kritik wurde auch in den Reihen des Koalitionspartners laut. Da werde "in Reimform gegen die Landwirtschaft gehetzt", monierte Gitta Connemann, stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Bundestag. Diese Art der Kampagne sei "nicht kreativ, sondern abgeschmackt", schrieb Connemann auf Facebook.
Überschrift ihres Beitrags: "Spricht die Hendricks über Bauern, bekomme ich das kalte Schauern."
Tags: