WHO: Europäer leben länger

  11 September 2018    Gelesen: 444
WHO: Europäer leben länger

Die Zigarette danach oder das Feierabendbier - manche Laster wird man nie los. Eine neue WHO-Studie zeigt, dass Europäer im Schnitt zu viel wiegen, rauchen und trinken. Vor allem die Deutschen schauen gerne tief ins Glas. Allerdings gibt es gute Nachrichten.

 

Rauchen, Alkoholkonsum und Übergewicht sind in vielen Staaten ein Problem, so eine neue Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dazu zählen 53 Länder, vor allem in Europa, aber auch einige im Kaukasus und Zentralasien. "In Deutschland liegt der Alkoholkonsum sehr hoch", sagt die WHO-Expertin Claudia Stein. Wer über 15 Jahre alt sei, trinke in der Europäischen Region durchschnittlich 8,6 Liter reinen Alkohol pro Jahr. "In Deutschland sind es aber 11 Liter." Spitzenreiter Litauen kommt sogar auf 15,2 Liter. In Russland ist der Alkoholkonsum hingegen zurückgegangen (10,1 Liter) - parallel dazu ist die Zahl der Verkehrsunfälle gesunken.

"Die höchste Lebenserwartung in der Europäischen Region haben mit 83 Jahren die Schweiz und Luxemburg", so Stein. Mädchen und Jungen, die in Deutschland geboren werden, werden ihr zufolge im Durchschnitt 81 Jahre alt. "Damit liegt Deutschland im obersten Viertel der Statistiken. Das liegt unter anderem am guten Zugang zum Gesundheitssystem." Auch die Impfraten hätten sich in Deutschland deutlich verbessert. "Sie liegen bei Masern inzwischen bei 97 Prozent", sagte die WHO-Abteilungsleiterin für Information, Evidenz, Forschung und Innovation. Schlusslicht ist die vom Krieg gebeutelte Ukraine mit 42 Prozent. "Masern sind eine potenziell tödliche Krankheit", mahnt Stein.

Insgesamt zieht die WHO ein positives Fazit: In Europäischen Region ist die Lebenswartung demnach binnen fünf Jahren um ein Jahr gestiegen. Vor allem die verfrühten Todesfälle durch die wichtigsten nichtübertragbaren Krankheiten - Krebs, Herzleiden, Diabetes und chronische Atemwegserkrankungen - gingen deutlich zurück; zuletzt um zwei Prozent pro Jahr.

n-tv


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