Löw reagiert unsicher auf Zukunftsfrage

  14 Oktober 2018    Gelesen: 545
Löw reagiert unsicher auf Zukunftsfrage

Die Niederlage der deutschen Fußball-Nationalelf in den Niederlanden rückt wieder die Frage in den Fokus, ob DFB-Trainer Löw der richtige Mann für den Neuaufbau ist. Nach dem Spiel reagiert er unsicher, um kurz darauf zu entwarnen. Der Druck auf ihn wächst indes weiter.

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat nach der 0:3-Pleite des deutschen Nationalteams in der Nations League gegen die Niederlande irritiert auf die Frage zu seiner Zukunft reagiert. "War das eines Ihrer letzten Spiele als Bundestrainer?", fragte ihn ein niederländischer Reporter. Löw hatte die Frage zunächst nicht richtig verstanden und antwortete: "Da müssen wir schnell tauschen hier, da bin ich der falsche Ansprechpartner." Dann blickte er Hilfe suchend zu Pressesprecher Jens Grittner und fragte diesen: "Haben wir die Frage richtig verstanden, oder falsch?" Der Reporter fragte dann nach, ob es nicht Löws eigene Entscheidung sei, aufzuhören. Löw antwortete auf Englisch: "Im Moment nicht." Der "Bild"-Zeitung zufolge entschärfte Löw kurze Zeit später diese Aussage. Demnach sagte er dem Blatt auf Nachfrage: "Das war nur Spaß."

Im ZDF erklärte Löw, dass er nach der aktuellen Niederlage eine neuerliche Debatte um seine Zukunft erwartet. "Damit muss man natürlich rechnen, damit muss man auch leben. Wenn man so eine Leistung zeigt, stehen wir alle in der Verantwortung. Ich als Bundestrainer natürlich zuallererst", sagte der 58-Jährige. "Dass in der Öffentlichkeit debattiert wird, ist normal. Dafür habe ich Verständnis. Aber es ist nicht meine Aufgabe, mich darum zu kümmern."

Löw ist seit 2006 als Bundestrainer im Amt, sein Vertrag läuft bis 2022. Allerdings soll er wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Ausstiegsklausel nach der EM 2020 besitzen. Bereits nach dem peinlichen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland im Sommer stand Löw in der Kritik, erhielt schließlich aber vom DFB und aus der Bundesliga Rückendeckung für einen Neuanfang. Nun gerät er angesichts des drohenden Abstieges in der Nations League erneut massiv unter Druck.

"Logischerweise ist ein Abstieg in der Nations League nicht unbedingt wünschenswert, das wollen wir auf keinen Fall", sagte Löw in Amsterdam: "Jetzt gilt es, ein paar Gespräche zu führen. Wir müssen die richtigen Schlüsse ziehen für das Spiel in Paris, da Charakter zeigen - die Mannschaft und jeder Einzelne." Am Dienstag muss die Nationalelf ebenfalls in der Nationenliga bei Weltmeister Frankreich punkten. Im Hinspiel im September in München hatten sich beide Mannschaften 0:0 getrennt. "Wir müssen ausblenden, was auf uns einprasselt, einen Punkt machen und zu Hause gegen die Niederlande gewinnen, sonst steigen wir in der Tat ab", sagte Löw. Das Rückspiel gegen Oranje am 19. November in Gelsenkirchen bildet den Abschluss in der Nations League.

Quelle: n-tv.de


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