Tausende beantragen Asyl in Mexiko

  07 November 2018    Gelesen: 338
Tausende beantragen Asyl in Mexiko

Die von US-Präsident Trump als Bedrohung dargestellte sogenannte Migranten-Karawane verliert beim Marsch in Richtung USA deutlich an Umfang. Auf der Flucht vor Armut und Gewalt beantragt ein Teil der Mittelamerikaner in Mexiko Asyl.

Tausende Mittelamerikaner aus den sogenannten Migranten-Karawanen haben um Asyl in Mexiko gebeten. Bislang seien 3230 Asylanträge eingereicht worden, teilte das mexikanische Innenministerium mit. Ein Großteil der Antragsteller habe vorübergehende Papiere erhalten, mit denen sie arbeiten können.

Zuletzt waren zahlreiche Menschen aus Guatemala, Honduras und El Salvador vor der Armut und der Gewalt in ihren Heimatländern geflohen und hatten sich auf den Weg in die Vereinigten Staaten gemacht. US-Präsident Donald Trump sprach im Wahlkampf vor der wichtigen Kongresswahl von einer "Invasion" und drohte, die Menschen an der Grenze notfalls vom Militär stoppen zu lassen.

Die erste Karawane pausiert derzeit in einem Stadion in Mexiko-Stadt. Unterschiedlichen Schätzungen zufolge handelt es sich um 2000 bis 4000 Menschen aus Mittelamerika. Die Gruppe wartet noch auf die Ankunft weiterer Migranten und will dann über die nächsten Schritte beraten. Der nächstgelegene Grenzübergang in McAllen im US-Bundesstaat Texas ist etwa 1000 Kilometer entfernt, bis nach Tijuana an der Grenze zu Kalifornien sind es rund 2900 Kilometer.

Mehr Auswanderergruppen kommen

Eine zweite Karawane mit 1500 bis 2000 Menschen befindet sich gegenwärtig in Tapanatepec im Bundesstaat Oaxaca. Eine dritte Gruppe mit 2000 Salvadorianern ruht sich in Huixtla im Bundesstaat Chiapas im Süden aus und will ihre Reise an diesem Mittwoch fortsetzen.

Die Regierungen von Honduras und Guatemala hatten angekündigt, gegen die Organisatoren der sogenannten Migrantenkarawane vorzugehen. "Wir sind solidarisch mit unseren Brüdern in dieser Karawane, aber wir müssen jene verurteilen, die diese Art der Migration zu unmenschlichen Bedingungen organisieren", sagte der guatemaltekische Präsident Jimmy Morales.

Quelle: n-tv.de


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