Düstere Prognosen für Deutschland, Tesla und Netflix

  10 Januar 2019    Gelesen: 661
Düstere Prognosen für Deutschland, Tesla und Netflix

2019: Deutschland schlittert in eine Rezession, US-Präsident Trump feuert den Chef des Federal Reserve System, Apple kauft den Problem-Konzern Tesla und Ökonomen verzichten auf BIP-Statistiken. Außerdem wird die westliche Hemisphäre von einem massiven Sonnensturm heimgesucht, der viele Satelliten vernichten und einen Verkehrskollaps auslösen kann.

All das sind Prognosen für 2019, die in den alljährlichen „Outrageous Predicitions“ (ungeheuerliche Vorhersagen) der dänischen SaxoBank enthalten sind. Damit will die Bank die Leser dazu bewegen, sich abseits von offiziellen Prognosen Unmögliches vorzustellen. Sputnik hat sich mit den Vorhersagen zum gerade begonnenen Jahr auseinandergesetzt.

Die von Analysten der dänischen Investitionsbank beschriebenen Ereignisse gelten zwar als „unwahrscheinlich“, könnten dennoch die internationalen Finanzmärkte „sehr stark beeinflussen“. In dem Dokument wird unterstrichen, dass politische Veränderungen spontan erfolgen könnten, wobei negative Prozesse in der Weltwirtschaft „viel zu weit gegangen sind“.

Eine der wichtigsten Prognosen gilt US-Präsident Donald Trump: Dieser könnte nämlich den Leiter des Federal Reserve System (US-Notenbank), Jerome Powell, entlassen, der ständig für seine zu harte Geldpolitik kritisiert wird. Powell könnte durch den Präsidenten der Federal Reserve Bank of Minneapolis, Neel Kashkari, ersetzt werden.

„Die Erhöhung des Leitzinssatzes im Dezember wäre der letzte Tropfen, und die US-Wirtschaft bzw. Aktienkurse würden im ersten Quartal 2019 rasch einstürzen. Bis zum Sommer könnte der Aktienmarkt seinen Tiefpunkt erreichen“, so die Autoren des Berichts.

Auf die Leitzinserhöhung im Dezember reagierte der US-Aktienmarkt mit einem Einsturz, und Präsident Trump nannte das „völlig schrecklich“. Die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass der US-Staatschef Powells Entlassung erwägen würde. Offiziell wurde das zwar nicht bestätigt, und Finanzminister Steve Mnuchin beteuert, dass Trump so etwas nie vorgeschlagen hätte. Allerdings hatte der Präsident schon öfter erklärt, dass gerade das Federal Reserve „die US-Wirtschaft töten“ würde.

Apple übernimmt Tesla

Tesla-Gründer Elon Musk hat 2018 „das schlimmste Jahr“ in seinem Leben genannt, nämlich wegen der mit der Produktion des Elektrofahrzeugs Model 3 verbundenen Probleme. Die Tesla-Verluste werden jedes Vierteljahr immer größer, aber 2019 könnten die Probleme ein Ende finden.

Nach Auffassung der SaxoBank-Experten könnte der Computerriese Apple tief in die Tasche greifen und die nötigen 237 Milliarden Dollar finden. „Tesla braucht Geld, und Apple will sein eigenes Ökosystem erweitern und über Smartphones, Notebooks und den damit verbundenen Zubehör hinausgehen. Es ist offensichtlich, dass das Automobil der nächste Schritt wird“, so der Bericht.

Apple zeigte schon 2014 Interesse am Automobilmarkt, als die Software Apple CarPlay erschien, dank der ein Smartphone an ein Fahrzeug angeschlossen werden kann. Zudem gibt es Gerüchte, Apple würde schon seit mehreren Jahren ein fahrerloses Elektrofahrzeug entwickeln. Das entsprechende Projekt soll Titan heißen.

sputniknews


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