Verdi ruft zum Warnstreik in Frankfurt auf

  11 Januar 2019    Gelesen: 666
Verdi ruft zum Warnstreik in Frankfurt auf

Diesmal zielen die Aktionen auf Deutschlands größtes Luftdrehkreuz: Im Tarifstreit der Airport-Kontrolleure kündigt die Gewerkschaft Verdi für kommenden Dienstag einen weiteren Warnstreik an. Bei der Aktion am Frankfurter Flughafen dürften zahlreiche Flüge ausfallen.

Im deutschen Flugverkehr droht neues Streik-Chaos: Die Gewerkschaft Verdi ruft die Beschäftigten in der Passagierabfertigung und bei der Gepäckkontrolle für kommenden Dienstag zu Arbeitsniederlegungen auf.

Die Mitarbeiter der Flughafensicherheit am Frankfurter Flughafen sollen den Ankündigungen zufolge am Dienstag von 2 Uhr bis 20 Uhr in den Streik treten. Damit dürfte es am größten deutschen Verkehrsflughafen zu erheblichen Behinderungen kommen.

Im Tarifstreit der Flugsicherheitsbranche ist es bereits die dritte Streikaktion des laufenden Jahres. Um den Forderungen der Arbeitnehmerseite vor der anstehenden Verhandlungsrunde Nachdruck zu verleihen, hatte die Gewerkschaft bereits am zurückliegenden Montag an den Standorten Berlin-Tegel und Berlin-Schönefeld zu einem mehrstündigen Streik aufgerufen.

Am Donnerstag folgte dann ein ganztägiger Streik an den drei Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart, der wie bereits zu Wochenbeginn zu zahlreichen Flugausfällen führte. Am kommenden Dienstag müssen sich Reisende nun auch in Frankfurt am Main auf Verspätungen und reihenweise annullierte Verbindungen einstellen.

"Keine Reaktion der Arbeitgeber"


Verdi wirft der Arbeitgeberseite Hinhaltetaktik vor und verweisen auf die vier, bislang erfolglosen Verhandlungsrunden. Neue Gespräche sind für den 23. Januar angesetzt. Verhandlungspartner der Gewerkschaft ist der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS). Auf das "erste Warnsignal" durch die Aktionen auf den Berliner Flughäfen sei "keine Reaktion der Arbeitgeber" erfolgt, beklagte ein Verdi-Sprecher. Da ein verbessertes Angebot bislang ausblieb, wurden die Aktionen ausgeweitet.

Die Gewerkschafter fordern für die rund 23.000 Beschäftigten der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle einen bundesweit einheitlichen Stundenlohn von 20 Euro - unabhängig vom Standort. Zum Jahresende war die Friedenspflicht in dem Tarifkonflikt ausgelaufen. Die Arbeitgeber wollen an den regionalen Unterschieden festhalten und bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent. Für Verdi ist das zu wenig - nach Berechnung der Gewerkschaft entspräche eine solche Anhebung für die Masse der Beschäftigten nur einem Plus von 2 Prozent.

Am Flughafen Frankfurt warnt der Betreiber bereits vor dem Wochenende vor möglichen Flugausfällen und Verspätungen. Grund dafür sind allerdings die erwarteten winterlichen Witterungsbedingungen. Fluggäste werden gebeten, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen und sich möglichst früh vor Abflug am Check-in-Schalter einzufinden. Darüber hinaus wird empfohlen, den Flugstatus vorab auf den Internetseiten der Fluggesellschaften zu prüfen. Informationen rund um den Abflug erhalten Flugreisende auf den Internetseiten ihrer jeweiligen Fluggesellschaft oder unter frankfurt-airport.de.


Quelle: n-tv.de


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