Entspannung im Handelsstreit USA/Mexiko treibt Börsen an

  11 Juni 2019    Gelesen: 509
 Entspannung im Handelsstreit USA/Mexiko treibt Börsen an

Berlin/New York (Reuters) - Die Entspannung im Handelskonflikt USA/Mexiko hat am Pfingstmontag für Kauflaune an den Börsen gesorgt.

Autowerte profitierten zudem von der Nachricht, dass Fiat Chrysler und Renault über einen möglichen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss nachdenken.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss den sechsten Handelstag in Folge fester und legte 0,3 Prozent zu auf 26.062 Punkte. Im Verlauf war er zeitweise bis auf 26.210 Stellen geklettert. Der S&P-500 gewann 0,45 Prozent auf 2886 Zähler, der Index der Technologiebörse Nasdaq 1,05 Prozent auf 7823 Stellen. Zuvor hatten auch in Europa die Kurse zugelegt. In Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien<,IBEX> legten die Indizes um bis zu 0,6 Prozent zu. Der EuroStoxx50.STOXX50E stieg um 0,2 Prozent auf 3385 Stellen. Die Umsätze waren feiertagsbedingt aber niedrig. In Deutschland, Österreich, der Schweiz und Teilen Skandinaviens blieben die Börsen geschlossen.

US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag nach US-Börsenschluss erklärt, er verzichte vorerst auf angedrohte Strafzölle auf Warenimporte aus Mexiko. Beide Seiten hätten ihren Streit über illegale Einwanderung beendet, hieß es zur Begründung. Deshalb würden die Zölle, die ab Montag in Kraft treten sollten, auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. David Kass, Professor für Finanzen an der Universität von Maryland, erklärte dazu am Montag, die Zölle hätten der Wirtschaft beider Länder geschadet. Investoren seien nun optimistisch, dass nun auch der Handelsstreit USA/China in naher Zukunft beigelegt werde.

Bei den Autowerten legten GM 1,4 Prozent zu. Ford kletterten um 0,6 Prozent, Renault um 2,6 und Fiat Chrysler 1,8 Prozent. Reuters hatte von Insidern erfahren, dass Fiat Chrysler und Renault über einen möglichen neuen Anlauf für einen Zusammenschluss nachdenken. Die Chefs der Pkw-Hersteller hätten bereits darüber gesprochen, wie sie die Fusionspläne wiederbeleben könnten. Die Italiener hatten ihre Offerte, zusammen mit den Franzosen den weltweit drittgrößten Autobauer zu schmieden, erst vergangene Woche zurückgezogen.

Gespräche über einen Verkauf des Reisegeschäfts trieben den Kurs des angeschlagenen Traditionskonzerns Thomas Cook an der Londoner Börse um 17 Prozent in die Höhe. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, mit seinem größten Aktionär Fosun über eine Veräußerung seines Reisegeschäfts zu sprechen.

Der Preis für Ül der Sorte Brent ging um 1,55 Prozent auf 62,31 Dollar pro Fass (159 Liter) zurück, der für US-Leichtöl um 1,2 Prozent auf 53,32 Dollar. Nach Angaben aus Saudi-Arabien hat Russland noch nicht zugestimmt, die auslaufende Vereinbarung über eine Förderbremse zu verlängern.

Der Euro verbilligte sich um 0,15 Prozent auf 1,1315 Dollar. Insider hatten der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die Europäische Zentralbank (EZB) sei offen für eine Zinssenkung, falls das Wirtschaftswachstum sich im weiteren Jahresverlauf abschwächen sollte.

Der Gold-Preis gab 0,9 Prozent auf 1328,20 Dollar pro Feinunze nach, nachdem er am Freitag auf den höchsten Stand seit Februar geklettert war.

Bei den US-Staatsanleihen stieg die Rendite der zehnjährigen Bonds um 6,3 Basispunkte auf 2,145 Prozent. Bei den 30-jährigen Bonds stieg sie um 5,3 Basispunkte auf 2,624 Prozent.


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