Sicherheitskräfte der chinesischen Volkspolizei trainieren in Shenzhen

  15 Auqust 2019    Gelesen: 514
Sicherheitskräfte der chinesischen Volkspolizei trainieren in Shenzhen

In einem Sportstadion der chinesischen Metropole Shenzhen, nahe der Grenze zu Hongkong, haben hunderte Sicherheitskräfte der chinesischen Volkspolizei trainiert.

Auch viele gepanzerte Fahrzeuge und Truppentransporter waren zu sehen. Chinesische Staatsmedien sprachen von einer Warnung an die Randalierer in Hongkong. Dort wurde heute ein prominenter Anführer der Proteste von 2014 vorzeitig aus der Haft entlassen. Der Juraprofessor Tai kam gegen Kaution frei, darf die Sonderverwaltungszone aber nicht verlassen. Tai war ein Vertreter der sogenannten Regenschirm-Bewegung, die sich für mehr Demokratie einsetzt. Wegen der Störung der öffentlichen Ordnung war er im April zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. 

Der Deutsche Journalistenverband rät in Hongkong tätigen Korrespondenten zu größter Vorsicht. Nach Angaben der Organisation gibt es vermehrt Übergriffe auf Journalisten. Seit Wochen wird in Hongkong gegen die Peking-treue Regierung demonstriert. Dabei kam es mehrmals zu gewaltsamen Zusammenstößen.

In Hongkong sind für heute weitere Großdemonstrationen angemeldet worden.

Auch am kommenden Sonntag wollen die Menschen auf die Straße gehen. Protestveranstaltungen gibt es in mehreren Stadtvierteln, unter anderem vor einem Regierungsgebäude im Ausgehviertel Wan Chai. Zuletzt hatte es gewaltsame Ausschreitungen und Zusammenstöße mit der Polizei gegeben, auch am internationalen Flughafen der Stadt.

 

Deutschlandfunk


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