Solarboom bis 2024: Erneuerbare Energien sollen um 50 Prozent steigen – IEA

  21 Oktober 2019    Gelesen: 478
Solarboom bis 2024: Erneuerbare Energien sollen um 50 Prozent steigen – IEA

In fünf Jahren sollen die erneuerbaren Energien weltweit um 50 Prozent anwachsen, zu einem Großteil durch das kontrollierte Anbringen von Solaranlagen an Gebäuden. Dafür müsse es feste Richtlinien und Tarife geben. Das geht aus dem diesjährigen Bericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zu diesem Thema hervor.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sagt für die nächsten fünf Jahre einen Zuwachs von 50 Prozent an erneuerbaren Energien für die Weltenergieversorgung in ihrem neuen Bericht „Renewables 2019“ voraus. Eine besonders große Rolle spielen laut IEA hierbei Solaranlagen an Wohn-, Gewerbe- und Industrieobjekten, die 60 Prozent von dieser Entwicklung ausmachen werden. Der Gesamtzuwachs von 1.200 Gigawatt, der etwa dem Energiebedarf der USA entspricht, soll den Anteil der erneuerbaren Energien an der globalen Versorgung von 26 auf 30 Prozent ansteigen lassen.

Den größten Anteil an diesem Wachstum erwartet die Energieagentur in China, gefolgt von Europa, Indien und den USA. Allerdings hält die IEA diesen Zuwachs für unzureichend, um die gesteckten Klimaziele zu erreichen. „Erneuerbare Energien sind die zweitgrößte Energiequelle der Welt, aber ihre Entwicklung muss weiter beschleunigt werden, falls wir unsere Ziele in Bezug auf Klima, Luftqualität und Stromverfügbarkeit erfüllen wollen“, teilt Dr. Fatih Birol, Geschäftsführer der IEA, mit.

In dem Bericht wird allerdings auch vor einem nichtregulierten Zubau gewarnt, damit die Solarenergie auch „nachhaltig“ sei. Ein unkontrolliertes Wachstum, so die Befürchtung, könnte Systemkosten in die Höhe treiben, zu Netzüberlastungen führen und die Einnahmen der Netzbetreiber einstürzen lassen. Deswegen müssten für den Kleinhandel klare Tarife und Richtlinien geschaffen werden, sodass Investoren sich nicht vor etwaigen Fehlinvestitionen fürchten müssten.

Neben der Solarenergie sind auch Offshore-Windanlagen ein großer Hoffnungsträger, die aktuell allerdings nur bei 0,3 Prozent des weltweiten Stroms liegen. Expandieren sollen laut dem Bericht auch weitere Energiearten: Erneuerbare Wärme soll etwa um zwanzig Prozent ansteigen. Biotreibstoffe sollen um 25 Prozent zunehmen, vor allem in Asien und dort ganz besonders in China. E-Mobilität mit erneuerbaren Energien soll dagegen bis 2024 nur auf zehn Prozent des Transportsektors ansteigen.

vr/sna


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