WhatsApp will ein digitales Schaufenster sein

  08 November 2019    Gelesen: 527
  WhatsApp will ein digitales Schaufenster sein

WhatsApp experimentiert mit Onlineshopping. Mit einer neuen Funktion soll der Messenger zum modernen Katalog für Internetshops werden.

WhatsApp ist immer noch auf der Suche nach Möglichkeiten, Geld zu verdienen.

Facebook hat am Donnerstag eine Katalogfunktion für seinen Messenger-Dienst WhatsApp gestartet. "Mit Katalogen können Unternehmen ihre Waren so präsentieren, dass die Menschen sie leicht entdecken können", heißt es in einem Blogeintrag des Konzerns.

Facebook zufolge ist die Option vor allem für kleinere Unternehmen und Marken interessant. Mit der WhatsApp Business App sollen sie interessierten Kunden innerhalb von WhatsApp Produktlisten mit Fotos, Kurzbeschreibungen und Preisen bereitstellen können. Auf diese Weise soll es den Firmen leichter gemacht werden, ihr Portfolio innerhalb der App zu präsentieren.

Im Messenger selbst können die Nutzer die derart feilgebotenen Waren allerdings noch nicht bestellen. Dennoch zeigt der Vorstoß, dass auch WhatsApp zukünftig versuchen will, mit Onlineshopping Geld zu verdienen - und sei es nur als Vermittler zwischen Anbieter und Kunden.

"Mit E-Commerce beginnt für uns ein neues Kapitel", schwärmt denn auch Amrit Pal, Produktmanager bei WhatsApp, gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Ihm zufolge nehmen Kaufinteressenten immer häufiger per WhatsApp Kontakt zu Anbietern auf, statt deren Webseiten aufzurufen.

Laut WhatsApp ist die Katalogfunktion ab heute in Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Indien, Indonesien, Mexiko und den USA verfügbar.

Auf Instagram können Nutzer bereits Produkte kaufen. Das im März gelaunchte "Checkout"-Feature ermöglicht es Instagram-Nutzern getaggte Waren zu bestellen und direkt in der App zu bezahlen.

Auch geplante Chatbots für Privatnachrichten und Augmented Reality-Funktionen sollen laut Facebook-Chef Mark Zuckerberg in den kommenden Jahren auf WhatsApp angeboten werden, um Kunden und Anbieter miteinander zu verbinden.

Im vergangenen Jahr hatte Facebook zudem angekündigt, Firmen den Versand von Werbe- und Servicemitteilungen zu einem Festbeitrag anbieten zu wollen, der je nach Land zwischen 0,5 und 9 Cent pro Nachricht rangiert. Einem WhatsApp-Sprecher zufolge wird das kostenpflichtige Angebot derzeit von mehr als 100 Unternehmen genutzt. Die kostenlose Business App des Messengers wird nach Unternehmensangaben hingegen von rund fünf Millionen Firmen verwendet.

spiegel


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