Syrer in Berlin wegen Terrorverdachts verhaftet

  19 November 2019    Gelesen: 702
Syrer in Berlin wegen Terrorverdachts verhaftet

Berlin (Reuters) - Beamte des Bundeskriminalamtes haben in Berlin einen Syrer verhaftet, der einen Bombenanschlag vorbereitet haben soll.

Der 37-jährige Islamist habe im Januar 2019 begonnen, Bauteile und Chemikalien zur Herstellung eines Sprengsatzes zu beschaffen, erklärte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Dienstag. Mit der Bombe hätte demnach eine möglichst große Zahl von Menschen in Deutschland getötet werden sollen. Unter anderem habe der Mann im August Aceton und im September Wasserstoffperoxid-Lösung gekauft. Die Chemikalien werden zur Herstellung des Sprengstoffs TATP benötigt, der häufig von Extremistengruppen für Anschläge genutzt wird.

Es sei davon auszugehen, dass der Beschuldigte TATP habe produzieren wollen, erklärte die Bundesanwaltschaft. Wann und an welchem konkreten Ort in Deutschland der Anschlag hätte stattfinden sollen, sei unklar. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin wirft dem Verdächtigen zudem vor, in einer der Extremistenmiliz IS nahestehenden Chatgruppe im Messenger-Dienst Telegram Anleitungen zum Bau von Waffen und zur Produktion von Sprengstoff ausgetauscht zu haben. Konkret gehe es um neun Verdachtsfälle seit dem Frühjahr. Die ausgetauschten Anleitungen sollen sich unter anderem auf die Herstellung von Plastiksprengstoff, Paket- und Magnetbomben und Türfallen mit Explosivstoffen, Sturmgewehre des Typs Kalaschnikow, Maschinenpistolen und weitere Schusswaffen bezogen haben. Der Verdächtige sei in seiner Wohnung in Berlin verhaftet worden.


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