Schweizer Aufsicht warnt vor Klimarisiken für Finanzfirmen

  10 Dezember 2019    Gelesen: 481
Schweizer Aufsicht warnt vor Klimarisiken für Finanzfirmen

Zürich (Reuters) - Der Klimawandel ist nach Einschätzung der Schweizer Finanzmarktaufsicht (Finma) eines der bedeutendsten langfristigen Risiken für die Branche.

Zunehmende klimabedingte Naturkatastrophen und graduelle Veränderungen des Klimas könnten bedeutende Verluste für Rückversicherer und andere Versicherer mit sich bringen, hieß es in dem am Dienstag erstmals veröffentlichten Risiko-Bericht der Behörde. Mit dem weltweit zweitgrößten Rückversicherer Swiss Re und dem Erstversicherer Zurich Insurance Group sitzen zwei Unternehmen mit einem globalen Sachschaden-Geschäft in der Schweiz.

Zudem könnten einschneidende politische Klimaschutz-Maßnahmen oder technologische Durchbrüche rasche Preisanpassungen von Vermögenswerten in Sektoren wie Energie, Industrie oder Transport auslösen. Dies könnte zu einem Werteinbruch von Anlagen von Banken, Vermögensverwaltern und Versicherungen führen und deren Rentabilität unter Druck bringen. Die Finma werde ihre Analysen von klimabezogenen Risiken in den Bilanzen von Finanzinstituten verfeinern und Ansätze für eine verbesserte freiwillige oder regulierte Offenlegung von finanziellen Klimarisiken entwickeln, hieß es.

Mit einem Zeithorizont von drei Jahren seien das anhaltende Niedrigzinsumfeld, eine mögliche Korrektur am Immobilienmarkt, Cyberangriffe, ein ungeordneter Wegfall der Libor-Referenzzinssätze, Geldwäsche und ein erschwerter grenzüberschreitender Marktzugang die Hauptrisiken für die Schweizer Finanzfirmen.


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