Das ist die Mogelpackung des Jahres

  21 Januar 2020    Gelesen: 426
Das ist die Mogelpackung des Jahres

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die "Mogelpackung des Jahres 2019" gekürt. Auf dem ersten Platz ist ein Produkt gelandet, das viele Verbraucher mit Käseschwund verärgert hat. 

Mehr als 43.000 Stimmen wurden bei der Wahl zur "Mogelpackung des Jahres 2019" abgegeben. Den ersten Platz belegt das Nudelfertiggericht "Mirácoli" vom Hersteller Mars mit 15.749 Stimmen.

"Wir haben jede Menge Beschwerden zu 'Mirácoli' erhalten", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Das Produkt hat die Kunden verärgert, da der Käse aus der Packung verschwunden und die Menge der Tomatensoße geringer geworden ist. Der Preis ist nach Angaben der Verbraucherschützer allerdings gleich geblieben. Einen Hinweis auf den reduzierten Inhalt gibt es nicht. 

Verbraucher hätten laut Valet kaum eine Chance, versteckte Preiserhöhungen im Handel zu erkennen. Die Verbraucherzentrale könne aber keine rechtlichen Schritte einleiten. Deshalb sei es Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass die Tricksereien der Unternehmen aufhören.

1. "Mirácoli" von Mars mit 15.749 Stimmen (36,6 Prozent): Der Käse ist aus der Packung verschwunden und die Menge der Tomatensoße ist geringer geworden – bei gleichem Preis.

2. "100 % Bio Direktsaft Karotte" von Hipp mit 13.934 Stimmen (32,4 Prozent): Der Inhalt der Flasche ist geschrumpft, der Preis gestiegen.

3. "Rama Unser Meisterstück" von Upfield mit 6.329 Stimmen (14,7 Prozent): Der Becher hat weniger Inhalt – bei gleichem Preis.

4. "Darkmilk" von Milka mit 3.723 Stimmen (8,6 Prozent): Sie ist nur 85 Gramm schwer, sieht aber aus wie eine 100-Gramm-Tafel und kostet nicht weniger als andere Milka-Schokoladen.

5. "Frosties" von Kellogg mit 3.309 Stimmen (7,7 Prozent): Die Füllmenge ist reduziert worden, der Preis und die Größe des Kartons nicht.

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Zum insgesamt sechsten Mal hatte die Verbraucherzentrale Hamburg zur Abstimmung über die "Mogelpackung des Jahres" aufgerufen, an der sich so viele Verbraucher wie nie zuvor beteiligten. Die Teilnehmer konnten bis zum 20. Januar zwischen fünf Produkten wählen, bei denen die Preise so angehoben wurden, dass die Kunden dies möglichst nicht merken. 

Laut der Verbraucherzentrale nimmt die Zahl der Beschwerden zu versteckten Preiserhöhungen immer mehr zu. 2019 gab es über 2.500 Meldungen dazu.

t-online


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