USA verhängen Sanktionen gegen Rosneft Trading wegen Ölgeschäften mit Venezuela

  19 Februar 2020    Gelesen: 409
USA verhängen Sanktionen gegen Rosneft Trading wegen Ölgeschäften mit Venezuela

Wegen des Handels mit venezolanischem Öl haben die USA Sanktionen gegen eine Tochter von Russlands größtem Ölförderer Rosneft verhängt. Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, wurde die in der Schweiz eingetragene Rosneft Trading SA auf dessen Sanktionsliste gesetzt.

Den Angaben zufolge gelten die Restriktionen auch gegen den Board-Chef Didier Casimiro, der zugleich für Verarbeitung, Petrochemie, Kommerz und Logistik zuständiger Vizepräsident von Rosneft und Mitglied deren Vorstandes ist.

„Rosneft Trading… kontrolliert beinahe das gesamte Öl des Regimes von (Nicolas) Maduro, das in Umgehung der Sanktionen weltweit vermarktet wird.“ Allein im zurückliegenden Monat habe Rosneft Trading die Lieferung von zwei Millionen Barrel (je 159 Liter - Anm. d. Red.) venezolanisches Rohöl nach Westafrika organisiert, sagte ein ranghoher Vertreter der US-Administration.

USA fordern von Europa Bruch zu Rosneft Trading
Seinen Angaben zufolge hatte Didier Casimiro eine Schlüsselrolle bei der Förderung des Ölsektors in Venezuela gespielt, indem er Treffen von Vertretern des Staatskonzerns PDVSA und der Landesbehörden mit Rosneft Trading organisiert habe. Eigentumswerte von Rosneft Trading und Casimiro in den Vereinigten Staaten würden gesperrt, sagte er.

Laut einem anderen Amtsträger rechnet die US-Administration damit, dass Banken von Geschäften mit Rosneft Trading absehen werden.

Aus dem Finanzministerium in Washington verlautete ferner, dass die USA ihren Verbündeten, darunter in Europa, 90 Tage Zeit gewähren, um alle Kontakte zu Rosneft Trading abzubrechen. Das gelte auch für Deutschland, fügte ein Ministeriumssprecher hinzu.

sputniknews


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