Längste US-Fernsehserie muss in die Corona-Zwangspause

  21 Mai 2020    Gelesen: 627
Längste US-Fernsehserie muss in die Corona-Zwangspause

Wie "Lindenstraße", nur viel länger: Die US-Fernsehserie "General Hospital" muss wegen der Coronakrise zum ersten Mal unterbrochen werden - im 57. Jahr ihrer Ausstrahlung.

Bekommt Michael das volle Sorgerecht für seinen Sohn Wiley? Treibt der Liebeskummer Sasha in die Drogensucht? Und werden Sonny und Julian sich wieder in die Haare bekommen? Fans der US-Seifenoper "General Hospital" werden wohl noch eine ganze Weile darauf warten müssen, dass diese und andere drängende Fragen beantwortet werden.

Denn die am längsten laufende US-Fernsehserie muss wegen der Corona-Pandemie in die Zwangspause. Zum ersten Mal seit dem Start 1963 und nach über 14.500 Folgen muss der Fernsehsender ABC die Serie unterbrechen, die vorerst letzte Folge soll am Donnerstagabend ausgestrahlt werden.

Die Produktion von "General Hospital" war wegen des Coronavirus im März unterbrochen worden, ebenso wie die Dreharbeiten zu den meisten anderen Fernsehserien und Filmen. Seitdem hatten die Produzenten die einzelnen Folgen durch das Einbauen von Rückblenden künstlich gestreckt und beliebte Episoden wiederholt - doch nun ist der Nachschub endgültig versiegt.

Im vergangenen Monat hatte bereits der Sender CBS seine Seifenopern "Reich und Schön" und "Schatten der Leidenschaft" bis auf Weiteres einstellen müssen. Damit bleibt "Zeit der Sehnsucht" auf NBC die letzte Soap auf dem Markt - die Produzenten drehen immer Monate im Voraus, sodass noch genügend Folgen bis zum Herbst auf Halde liegen.

  spiegel


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