"Wir brauchen einen eigenen Zutritt zum All"

  03 März 2021    Gelesen: 195
"Wir brauchen einen eigenen Zutritt zum All"

Karl-Heinz Servos, COO der Ariane Group, ist überzeugt: Mit der Ariane 6 kann das Unternehmen auch gegen Konkurrenten wie SpaceX bestehen. Landende Raketenstufen gibt es zwar noch nicht. Man denke aber darüber nach, sagt der Raumfahrtmanager in "So techt Deutschland"

Die Ariane Group ist offiziell zwar erst sechs Jahre alt - aber keine kleine Garagenfirma. 9000 Mitarbeiter in 13 Standorten beschäftigt die gemeinsame Tochter von Airbus und des französischen Technologiekonzerns Safran. "Wir schicken seit 30 Jahren Raketen ins All", sagt Karl-Heinz Servos, COO des Raumfahrtunternehmens, im ntv-Podcast "So techt Deutschland". 1984 brachte man mit Ariane Space den ersten Satelliten in die Umlaufbahn.

Damals war die Raumfahrt nur für reiche Staaten erschwinglich. Doch durch den Markteintritt von Wettbewerbern wie Elon Musk mit SpaceX mussten die Kosten runter. "Wir mussten eine komplett neue Rakete bauen", erzählt Servos über die Konsequenzen. 40 Prozent günstiger soll sie sein - und Servos ist optimistisch, dass man das schafft.

Die Ariane Group musste sich auch in Sachen Flexibilität anpassen. Die Kunden hätten inzwischen andere Wünsche, erklärt der Raumfahrtmanager. "Die Ariane 6 ist eine hochflexible Rakete", mit der man "auf jeden Fall konkurrenzfähig" sei - auch gegen Wettbewerber wie Musk. Landende Raketenstufen wie bei SpaceX seien abhängig vom Businessmodell, betont Servos. Sollte es der Markt hergeben, werde auch die Ariane Group diese Technik anbieten.

n-tv


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