Russischen Corona-Impfstoff Sputnik V einsetzen

  03 März 2021    Gelesen: 279
  Russischen Corona-Impfstoff Sputnik V einsetzen

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff hat sich für den Einsatz des russischen Covid-19-Vakzins Sputnik V in der Bundesrepublik ausgesprochen, wie DPA am Mittwoch mitteilt.

„Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen“, erklärte der CDU-Politiker.
Vorher bräuchte man jedoch eine Zulassung für dessen Einsatz von der europäischen Arzneimittelbehörde EMA. Sie steht noch aus.

Man sollte über mögliche Impfstoff-Lieferungen mit Moskau reden, so Haseloff weiter. Im Osten Deutschlands habe man eine lange Erfahrung mit russischen Vakzinen.

„Wir haben kein Problem mit Sputnik V. Ich bin als Kind schon mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden (...) Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen“, sagte der Ministerpräsident.

Er würde jedoch nicht vorzeitig und öffentlichkeitswirksam eine Impfung bekommen. Politiker sollten in solch einer Situation zuletzt an sich selbst denken.

Anfang Februar hatte das medizinische Fachjournal „The Lancet“ die Ergebnisse der Phase III der klinischen Studien von Sputnik V veröffentlicht, die seine hohe Wirksamkeit und Sicherheit bestätigen. Während der Phase III der klinischen Studien zeigte Sputnik V eine hohe Wirksamkeit, Immunogenität und Sicherheit – die Wirksamkeit des Impfstoffs liegt bei 91,6 Prozent. Das Serum bietet einen vollständigen Schutz vor schweren Fällen einer neuen Coronavirus-Infektion.

„Sputnik V“ ist unter anderem einer der drei Impfstoffe, die weltweit die meisten staatlichen Zulassungen erhalten haben, so Russlands Fonds für Direktinvestitionen (RFPI). Laut RFPI hatten Mitte Februar bereits 26 Staaten eine Zulassung für „Sputnik V“ erteilt. Diese Zahl an Zulassungen hatte die Erwartungen des Investmentfonds nach eigenen Angaben übertroffen.

snanews


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