Baku erwartet, dass Jerewan nach dem Prinzip "Ja oder Nein" antwortet -  Nikolai Mezhevich

  08 Juni 2021    Gelesen: 152
 Baku erwartet, dass Jerewan nach dem Prinzip  "Ja oder Nein"  antwortet -   Nikolai Mezhevich

Die Ergebnisse des kürzlich zu Ende gegangenen 24. St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforums, an dem auch die aserbaidschanische Delegation teilnahm, werden im Fachkreis weiterhin aktiv diskutiert.

Der Professor der Fakultät für Internationale Beziehungen der Staatlichen Universität St. Petersburg Nikolai Mezhevich, der schon mehrmals am St. Petersburger Wirtschaftsforum teilgenommen hat, teilte Heute in dem Gespräch seine Eindrücke mit.

"Die allererste Schlussfolgerung, ohne Bezug auf eine Region, einschließlich des Südkaukasus - das Format ist nicht veraltet. Die Abhaltung des Forums ist eine Art Nachweis, ein Zertifikat, das bestätigt, dass die gegebene Organisationsform, das Niveau der Veranstaltung von Interesse sind. Und das nicht nur für Russland, sondern auch für viele Länder der Welt. Dieses Jahr wurde übrigens Katar zum Hauptgastland.

Veranstaltungen dieses Niveaus sollten die Aufmerksamkeit von Baku auf sich ziehen, was die Teilnahme der Delegation der Republik Aserbaidschan auch gezeigt hat. Wir - Aserbaidschan und Russland - sind Länder, die sich gewissermaßen auf den Verkauf von Rohstoffen konzentrieren. Gleichzeitig verkaufen wir ungefähr das Gleiche. Dies legt nahe, dass wir uns häufiger treffen, verhandeln und eine gemeinsame Linie bilden müssen, innerhalb derer unvermeidlicher Wettbewerb mit Zusammenarbeit verbunden werden sollte, auch um günstige Preise sicherzustellen."

Erinnere sich an die Diaspora-Themen sagte Mezhevich fügte hinzu, dass sie ein enge Nachbarn und Hunderttausende, wenn nicht Millionen ihrer Bürger Verwandte, Freunde und Kontakte in beiden Ländern haben. Und das bedeutete, dass sie eine effektive Kommunikation aufrechterhalten müssen.

Zu ein weiterer Punkt hat der Professor Mezhevich betont, dass Südkaukasus eine Konfliktzone ist, und ein, aber nicht der einzige Spannungspunkt ist das Verhältnis zwischen Aserbaidschan und Armenien: "Im Jahr 2020 fanden Ereignisse statt, die eine neue Etappe in der territorialen und politischen Struktur des Südkaukasus darstellten. Und wir können diese Ereignisse (den Vaterländischen Krieg in Karabach - Red.) nicht als unberechenbar bezeichnen. Es ist auch wichtig anzumerken, dass die friedenserhaltende Rolle der Russischen Föderation von allen Parteien anerkannt wurde. Es scheint, dass sowohl Baku als auch Eriwan Vertrauen in die Russische Föderation haben. Aber dieses Vertrauen kann nicht automatisch sein, es braucht einen Dialog, nicht nur zwischen Uniformierten, sondern auch zwischen Unternehmern, Politikern und Kulturschaffenden.

Und ich möchte besonders darauf hinweisen, dass die Entwicklung der Beziehungen zwischen Baku und Moskau nicht nur für den Südkaukasus, sondern auch für die angrenzenden Regionen, einschließlich Zentral- und Westasien usw., ein großer stabilisierender Faktor ist. Dies ist zumindest durch die geografischen Gegebenheiten vorbestimmt Position der Republik Aserbaidschan." - fügte er hinzu.

Es is zu beachten, dass auf dem Forum in St. Petersburg über über Transportkorridore, einschließlich Zangezur nach Nachitschewan diskutiert in wurde. Obwohl Aserbaidschan für die wirtschaftliche Zusammenarbeit bereit ist. - In Eriwan sind sie, nicht bereit - um es milde auszudrücken. Dazu sagte der Nikolai Mezhevich das es eine schwierige Frage ist: "Aserbaidschan und Armenien sind Nachbarländer, weisen jedoch unterschiedliche politische Machtstabilität auf. Heute ist es unmöglich, von ernsthafter Stabilität in Armenien zu sprechen.

In Aserbaidschan ist das Gegenteil der Fall – die Lage ist stabil. Baku erwartet von Eriwan eine schnelle und effektive Entscheidungsfindung nach dem Prinzip „Ja oder Nein“. Aber grundsätzlich ist es für die armenische Seite, möchte ich wieder betonen, schwierig, eine Entscheidung zu treffen. Eine Antwort vor den Wahlen ist schwer zu erwarten." - betonte der Professor.


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