Kim soll weitere Soldaten nach Russland geschickt haben

  27 Februar 2025    Gelesen: 63
  Kim soll weitere Soldaten nach Russland geschickt haben

Vor Monaten schickt Nordkorea Tausende Soldaten nach Russland als Unterstützung für den Kampf gegen die Ukraine. Doch die Verluste der Truppen sollen hoch sein, Mitte Januar wird der Abzug der Nordkoreaner gemeldet. Nun spricht der südkoreanische Geheimdienst von neuen Truppenbewegungen.

Nordkorea hat nach südkoreanischen Angaben weitere Soldaten nach Russland entsandt. Die Soldaten aus Nordkorea seien dorthin verlegt worden, hieß es aus südkoreanischen Geheimdienstkreisen. Dies sei zusammen mit "einigen zusätzlichen Truppenverlegungen" geschehen, "die anscheinend stattgefunden haben", hieß es weiter. Das genaue Ausmaß werde aber "noch geprüft".

Anfang Februar hatte Seoul erklärt, dass nordkoreanische Soldaten, die an der Seite der russischen Armee in der Grenzregion Kursk gekämpft hatten, offenbar von dort abgezogen worden seien. "Seit Mitte Januar sind die in der russischen Region Kursk stationierten nordkoreanischen Truppen offenbar nicht mehr in Kampfhandlungen verwickelt", erklärte der südkoreanische Geheimdienst NIS. Als möglicher Grund wurden die hohen Verluste auf Seiten der Nordkoreaner genannt. Auch die ukrainische Armee hatte zuvor den Abzug der nordkoreanischen Soldaten von der Front gemeldet.

Nordkorea hat bereits vor Monaten Soldaten nach Russland entsandt, um dessen Militär im Krieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Die Ukraine und westliche Staaten schätzen, dass es bislang rund 11.000 nordkoreanische Soldaten waren. Sie wurden demnach in der russischen Oblast Kursk eingesetzt, in die ukrainische Truppen Anfang August eingerückt sind und noch immer russisches Territorium unter ihrer Kontrolle haben. Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben mehrere nordkoreanische Soldaten gefangengenommen. Russland hat die Anwesenheit nordkoreanischer Soldaten weder bestätigt noch dementiert.

Zudem soll Nordkorea nach Angaben des Chefs des ukrainischen Militär-Geheimdienstes, Kyrylo Budanow, inzwischen 50 Prozent des russischen Munitionsbedarfs an der Front abdecken. Nordkorea habe auch damit begonnen, in großem Umfang 170-mm-Panzerhaubitzen und 240-mm-Mehrfach-Raketenstartsysteme an Russland zu liefern, sagte Budanow am Sonntag auf einer Pressekonferenz.

Die militärische Partnerschaft zwischen Russland und Nordkorea ist seit dem Angriff auf die gesamte Ukraine vertieft worden. Im vergangenen Jahr hatte der russische Präsident Wladimir Putin das abgeschottete Land besucht und mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un einen Verteidigungspakt beschlossen. Anfang Februar hatte das nordkoreanische Staatsfernsehen berichtet, dass Kim seine Unterstützung zugesichert habe für "die gerechte Sache der russischen Armee und des russischen Volkes, ihre Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität zu verteidigen".

Quelle: ntv.de, gut/AFP/rts


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