Modifizierter Toyota bZ4X vorgestellt - nun auch performant

  04 April 2025    Gelesen: 101
  Modifizierter Toyota bZ4X vorgestellt - nun auch performant

Ein richtiges Steckenpferd ist die Elektromobilität für Toyota nicht. Doch die Japaner müssen einen Zahn zulegen, allein wegen der CO2-Grenzwerte. In diesem Zuge wird auch der bZ4X deutlich attraktiver durch mehr Auswahl, Effizienz und Motorleistung.

Zeit ist Geld, wer kennt diesen Spruch nicht. Und auch wenn der Geld-Vergleich nicht immer zutreffen mag - das Warten beim Laden ist für viele Autofahrer definitiv verschwendete Lebenszeit und sicherlich mit ein Grund dafür, warum sich Elektroautos schleppend verkaufen. Und genau hier setzt Toyota jetzt an, um den seit etwa drei Jahren gebauten, aber hierzulande nie sonderlich rege gekauften bZ4X endlich attraktiver zu machen.

Das Laden mit Wechselstrom wird künftig wesentlich schneller, da auch mit 22 statt 11 kW geladen werden kann. Beim Laden mit Gleichstrom bleibt es bei der Peak-Ladeleistung von 150 kW, allerdings wird ab sofort eine Batterieheizung verbaut, die das Laden bei kalten Außentemperaturen deutlich beschleunigt. Und wenn es Toyota angeht, dann schon richtig. Demnach lässt sich die Batterieheizung manuell aktivieren - das bedeutet, man braucht die gewünschte Ladesäule nicht umständlich in die Navigation eingeben. Wer seinen Ladeplatz indes per Navigation ansteuert, kommt in den Genuss der automatischen Vorkonditionierung.

Übrigens ist die Möglichkeit, die Batterie zu temperieren, nicht zu verwechseln mit der Funktion einer Wärmepumpe. Diese ist für den bZ4X ebenfalls serienmäßig und war es auch vorher schon. Sie zeichnet dafür verantwortlich, den Innenraum effizienter aufheizen zu können, weil hier die Restwärme der Komponenten genutzt werden kann. Auf diese Weise lässt sich der Stromverbrauch reduzieren, weil der Heizbetrieb ansonsten vollständig zulasten der Hochvoltbatterie geht.

Mehr Auswahl

Außerdem bieten die Japaner ab sofort mehr Auswahl für ihr Crossover bZ4X, wenngleich der Modellname weiterhin ein Zungenbrecher bleibt und Ratlosigkeit zurücklässt, wenn es darum geht, die Bezeichnung zu schreiben mit ihren Groß- und Kleinbuchstaben.

Während man früher lediglich zwischen Allrad und Frontantrieb wählen konnte, gibt es ab Sommer deutlich mehr Möglichkeiten. Knapp 58 oder 73 kWh Strom bunkert die Batterie neuerdings, und in Kombination mit dem Einstiegsakku besteht endlich die Möglichkeit, eine verhältnismäßig moderate Motorleistung von 167 PS zu bekommen in Verbindung mit Frontantrieb, die dann hoffentlich auch günstiger im Preis sein wird. Also müssen es nicht mehr mindestens 204 PS sein wie früher.

Dafür gibt es am oberen Ende der Fahnenstange analog zum C-HR+ auch 343 PS - in diesem Fall sind zwei angetriebene Achsen obligatorisch. Eine von der Leistung her mit dem bisherigen Modell vergleichbare Allradvariante (223 PS) ist weiterhin lieferbar und wird mit 73 kWh Akkukapazität kombiniert. Wer möglichst weit kommen möchte mit einer Batterieladung, greift übrigens zur Basis - hier werden voraussichtlich 573 Kilometer (bisher 514) Reichweite erzielt. Womöglich sorgt nicht zuletzt der künftige Einsatz von Siliziumcarbid-Halbleitern bei den elektrisch angetriebenen Achsen zu höherer Effizienz und Leistungsfähigkeit.

Toyota bZ4X innen und außen aufgewertet

Doch nicht nur unter dem Blech hat sich jede Menge getan. So kommt der bZ4X auch äußerlich aufgewertet daher - oder zumindest verändert. Die Frontpartie wirkt jetzt schlanker, womit übrigens auch eine verbesserte Aerodynamik einhergeht.

Der Innenraum präsentiert sich ebenfalls überarbeitet, gut zu erkennen an der neu gestalteten Mittelkonsole. Zwei gut zugängliche Ladeschalen für Smartphones sind ein großer Tribut an die mitfahrende und immer häufiger auch selbst fahrende Generation Z.

Außerdem sorgen zwei Drehknöpfe im Bereich des Screens für mehr haptisches Erlebnis als bisher. Und der Bildschirm bei der Grundversion ist deutlich größer geworden. Statt wie bisher 8 Zoll wird nun stets 14 Zoll an Screenfläche geliefert.

Zum Schluss noch ein Wort zur Praxistauglichkeit: Die Allradversion darf inzwischen mit 1500 Kilogramm doppelt so viel Gewicht an den Haken nehmen. Das ist für ein batterieelektrisches Fahrzeug viel Holz. Möge der aufgefrischte bZ4X-Jahrgang mehr Glück bei den Verkäufen haben. Der Verkaufsstart des aufgefrischten Modells erfolgt ab Sommer.

Quelle: ntv.de, Von Patrick Broich


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