In dem Video mit dem Titel "Die 1101 kommen" werden verschiedene Menschen nur mit ihren Vornamen vorgestellt. Die Zahl entspricht in englischer Lesart dem 1. November.
Neben Yanis Varoufakis ist der griechische Schauspieler Kleon Grigoriadis der einzige, der einer breiten Öffentlichkeit bekannt ist. Grigoriadis hat wie Varoufakis vehement für ein "Nein" beim Referendum im Sommer geworben. Dafür legte er sich in einem Interview mit einer Journalistin des Senders "Mega" an, für den der Schauspieler in einer Serie vor der Kamera steht. Er warf dem Sender vor, einseitig die "Ja"-Kampagne zu unterstützen.
"Denkt an den 1. November", heißt es zu Beginn des Clips. "Sie werden kommen." Nicht nur das klingt irgendwie nach einer Invasion Außerirdischer. Die gesamte Ästhetik des Videos erinnert an einen Trailer eines Science-Fictions-Films. Die epische Musik ebenfalls.
Was das Ganze soll, verrät Varoufakis nicht. Einer griechischen Zeitung sagte der ehemalige Finanzminister lediglich, es könne sich um eine europaweite politische Initiative handeln. Es könne aber auch um etwas Künstlerisches gehen. Gegenüber der "Bild" war er noch weniger auskunftsfreudig. "Zur Zeit bin ich nur ein griechischer Ökonom", sagte er. Was der Trailer bedeute? "Sie werden sehen."
In griechischen Medien wird darüber spekuliert, dass Varoufakis Teil eines Projekts ist, das vor allem durch das Internet europäische Linke vernetzen und ihnen ein Forum geben soll. Sollte das ein Erfolg werden, könnten die Organisatoren auf dieser Grundlage eine europäische Bewegung aufbauen wollen, hieß es. Welche Rolle Varoufakis dabei spielt? Ungewiss.
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