Guatemalas Staatschef Jimmy Morales droht erneut Prozess

  11 Auqust 2018    Gelesen: 794
Guatemalas Staatschef Jimmy Morales droht erneut Prozess

Dem guatemaltekischen Präsidenten Jimmy Morales droht erneut ein Strafverfahren wegen illegaler Wahlkampffinanzierung. Die Staatsanwaltschaft des zentralamerikanischen Landes und die Internationale Kommission gegen Straflosigkeit der Vereinten Nationen (CICIG) beantragten zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres die Aufhebung der Immunität des Politikers.

Wie CICIG-Chef Iván Velásquez am Freitag (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz mitteilte, werde Jimmy Morales vorgeworfen, dem Wahlrat Guatemalas bei seinem Wahlkampf 2015 eine Million Dollar verschwiegen zu haben. Bereits im vergangenen Jahr hatten die UN-Kommission und die oberste Strafverfolgungsbehörde des Landes eine Aufhebung der Immunität des Präsidenten gefordert. Der Oberste Gerichtshof gab zwar grünes Licht, eine Abstimmung im Parlament rettete den Staatschef dann aber vor einem Prozess. Im Jahr 2015 hatten die Ermittlungen der CICIG zu einem kriminellen Netzwerk im Staatsapparat den damaligen Präsidenten Otto Pérez Molina zu Fall gebracht.


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