Rassenkonflikte in Charlottesville: Botschaft bestreitet russische Einmischung

  13 Auqust 2018    Gelesen: 681
Rassenkonflikte in Charlottesville: Botschaft bestreitet russische Einmischung

Die russische Botschaft in den USA hat die Aussagen einiger US-amerikanischer Politiker über Russlands Rolle in den letztjährigen rechtsextremen Demonstrationen in der Stadt Charlottesville als „absurd“ bezeichnet.

Laut der Facebook-Mitteilung der Botschaft schiebt Washington die Verantwortung für die Ereignisse anderen zu, ohne die eigenen internen Probleme anzugehen.

„Am Vorabend des Jahrestages der sozialen und Rassenauseinandersetzungen in Charlottesville fällt einigen amerikanischen Politikern nichts besseres ein, als hier nach einer ‚russischen Spur‘ zu suchen. Der republikanische Kongressabgeordnete T. Garrett hat neulich auf CNN erklärt, dass der FBI-Chef bei einem Klausurbriefing vor einigen Monaten die Frage nach einer ‚Rolle Russlands‘ (bei den Konflikten in Charlottesville – Anm. d. Red.) bejaht habe“, heißt es auf der Facebook-Seite der russischen Botschaft.

Wo aber, fragen die Diplomaten, sei mindestens eine Tatsache, die diese Anspielungen bestätigen würde?

„Sie existieren überhaupt nicht, ganz wie die Beweise für andere ebenso absurde Vorwürfe einer russischen Einmischung in die inneren Angelegenheiten der USA“, erklärt die Botschaft.

Darauf habe Russland dem Westen mehrmals hingewiesen, betonen die Botschafter.

„In Anbetracht des unverantwortlichen Verhaltens von US-Politikern werden wir nicht überrascht sein, wenn sie Russland für die Organisation der Proteste in Washington am 12. August 2018, ein Jahr nach den Ereignissen in Charlottesville, verantwortlich machen würden. Es ist leichter, anderen die Schuld zuzuschieben, als sich um innenpolitische Probleme zu kümmern, die bestätigen, dass die USA 150 Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei ihre rassistischen Spannungen nicht überwunden haben“, resümiert die Botschaft.

Zuvor hatte der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Garret gegenüber dem TV-Sender CNN verlautbart, er sei im Laufe eines Briefings mit dem FBI-Chef Christopher Wray über Russlands angebliche Rolle bei der „Aufhetzung“ der Konflikte in Charlottesville informiert worden.

Am 12. August 2017 demonstrierten rechtsextreme Gruppen, darunter Neonazis und Ku-Klux-Klan-Anhänger, in Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia. Es kam zu Gewalt und Mord, als ein rechtsextremer Mann vorsätzlich sein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten fuhr.

sputniknews


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