Ikea ist künftig weniger generös

  13 Auqust 2018    Gelesen: 752
Ikea ist künftig weniger generös

Billy, Malm und Klippan - künftig bietet Ikea seinen Kassenschlagern ein neues Leben. Sind sie noch in gutem Zustand, können sie fortan über die Fundgrube ein neues Zuhause finden. Zugleich werden die Schweden bei der Rückgabe strenger.

Der schwedische Einrichtungsriese Ikea kauft künftig seine eigenen Möbel zurück. Das Unternehmen habe sich dazu entschieden, "aktiv in das Thema Kreislaufwirtschaft einzusteigen", teilte Ikea mit. Kunden können ab kommendem Monat ihre alten Regale, Betten und Schränke wieder abgeben. Mit Beginn der Aktion endet zugleich das bislang gewährte einjährige Umtauschrecht ohne Rücksicht auf den Zustand bei Erstattung des vollen Kaufpreises. Der Umtausch gilt fortan nur noch für neue und unbenutzte Produkte.


Dagegen sollen die ausrangierten Möbel in der Fundgrube erneut verkauft werden. Bedingung ist allerdings, dass die zurückgebrachte Ware in gutem bis einwandfreiem Zustand ist. An dem Projekt beteiligen sich in Deutschland zunächst fünf Häuser - Berlin-Lichtenberg, Siegen, Kaarst, Hannover-Expo Park, Würzburg.

Die Aktion läuft unter dem Motto "Zweite Chance". Damit "wollen wir unsere Kunden dabei unterstützen, dem wachsenden Bedürfnis nach nachhaltigem Konsum nachzukommen", sagte der zuständige Manager Armin Michaely. Manchmal passe ein "eigentlich noch tadelloses Möbelstück einfach nicht mehr in die neue Lebenssituation oder entspricht nicht mehr dem Geschmack".

Kunden, die alte waren zurückbringen wollen, können sich im Portal www.Ikea.de/zweitechance informieren, ob die Kommode, der Tisch oder das Sofa überhaupt für einen Rückkauf in Frage kommt. Anhand bestimmter Kriterien wird dann ein unverbindlicher Preisvorschlag erstellt. Dann müssen Kunden das aufgebaute Produkt nur noch in eines der fünf Häuser bringen. Dort erhalten Kunden allerdings kein Bargeld. Nach erneuter Prüfung gibt es vielmehr eine Guthabenkarte im Wert des Online-Preisvorschlags.

Ikea will nach eigenem Bekunden nichts an der Aktion verdienen. Bill, Malm und Klippan sollen in der Fundgrube zum Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten werden.

Quelle: n-tv.de


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